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Friedenspreis 2019

Sebastião Salgado

Der Stiftungsrat hat den brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado zum Träger des Friedenspreises 2019 gewählt. Die Preisverleihung fand am 20. Oktober 2019 in der Frankfurter Paulskirche statt. Die Laudatio hielt der deutsche Filmregisseur Wim Wenders.

Begründung der Jury

Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verleiht der Börsenverein 2019 an den brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado und zeichnet mit ihm einen Bildkünstler aus, der mit seinen Fotografien soziale Gerechtigkeit und Frieden fordert und der weltweit geführten Debatte um Natur- und Klimaschutz Dringlichkeit verleiht. Zugleich hat Sebastião Salgado mit seinem »Instituto Terra« eine Einrichtung geschaffen, die einen direkten Beitrag zur Wiederbelebung von Biodiversität und Ökosystemen leistet.


Mit seinem fotografischen Werk, das in zahlreichen Ausstellungen und Büchern veröffentlicht ist, nimmt er die durch Kriege oder Klimakatastrophen entwurzelten Menschen genauso in den Fokus wie jene, die traditionell in ihrer natürlichen Umwelt verwurzelt sind. Dadurch gelingt es Sebastião Salgado, Menschen weltweit für das Schicksal von Arbeitern und Migranten und für die Lebensbedingungen indigener Völker zu sensibilisieren.

Indem der Fotograf seine aufrüttelnden, konsequent in schwarz-weiß gehaltenen Bilder als »Hommage an die Größe der Natur« beschreibt und die geschändete Erde ebenso sichtbar macht wie ihre fragile Schönheit, gibt Sebastião Salgado uns die Chance, die Erde als das zu begreifen, was sie ist: als einen Lebensraum, der uns nicht allein gehört und den es unbedingt zu bewahren gilt."

Preisverleihung

Heinrich Riethmüller überreicht Sebastião Salgado die Urkunde.

Reden

Seine Fotografien müssen Auftrag sein, uns für den Erhalt der Schöpfung einzusetzen, aufzuwachen und unseren Lebensstil radikal zu ändern.

Heinrich Riethmüller - Grußwort
Heinrich Riethmüller
Grußwort des Vorstehers

Kann Photographieren ein Akt des Friedens sein? Kann die Photographie friedensfördernd sein? Die Frage ist nicht so rhetorisch, wie Sie denken mögen.

Wim Wenders - Laudatio auf Sebastião Salgado
Wim Wenders
Laudatio

Um eine andere Zukunft zu errichten, müssen wir die Gegenwart verstehen. Meine Fotos zeigen diese Gegenwart, und so schmerzhaft der Anblick ist, wir dürfen den Blick nicht abwenden.

Sebastião Salgado - Dankesrede
Sebastião Salgado
Dankesrede des Preisträgers

Chronik des Jahres 2019

+ + + Bei einem Terroranschlag auf zwei Moscheen in Christchurch (Neuseeland) am 15. März tötet ein Rechtsterrorist insgesamt 51 Menschen. + + + Ein Kurzschluss löst am 15. April einen Großbrand in der Kathedrale Notre-Dame de Paris aus, der die gesamte Bleidecke des Gebäude zum Einstürzen bringt. + + + Bei der Europa-Wahl Ende Mai nimmt zum letzten Mal auch Großbritannien teil, da das Austrittsabkommen Brexit noch nicht verabschiedet ist. + + + Am 2. Juni wird der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke von einem Rechtsextremisten erschossen. + + +


+ + + Im Sommer werden im Amazonas-Gebiet und in Südostasien unzählige Waldbrände gelegt, die sogar vom Weltall aus zu sehen sind, und die auch die von der Bewegung Fridays-For-Future geforderte Diskussion über die Erderwärmung beeinflussen. + + + Am Jom Kippur (9. Oktober), dem höchsten jüdischen Feiertag, versucht ein Rechtsextremist, in die Synagoge in Halle einzudringen, um die dort versammelten Menschen zu töten. Als dies misslingt, erschießt er auf der Flucht zwei andere Menschen. + + + Am 30. Dezember informiert der in Wuhan (China) lebende Augenarzt Li Wenliang seine Kollegen über sieben Patienten, die mit Verdacht auf eine Infektion mit dem SARS-Virus im Zentralkrankenhaus behandelt werden. Die chinesischen Behörden setzen ihn unter Druck und verursachen somit, dass sich das sogenannte Coronas-Virus unkontrolliert ausbreitet.

Biographie Sebastião Salgado

Sebastião Ribeiro Salgado, geboren am 8. Februar 1944 in Aimorés im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais, wuchs auf einer großen Rinderfarm im Regenwaldgebiet auf. Mit sechzehn Jahren ging er ins 185 Kilometer entfernte Vitória, um dort die Schule zu beenden, und studierte anschließend in São Paulo Wirtschaftswissenschaften. Während der brasilianischen Militärdiktatur engagierten sich er und seine Frau, die Architektin Lélia Wanick Salgado, in der linken Oppositionsbewegung, weswegen sie 1969 nach Paris emigrieren mussten.


Ab 1971 arbeitete Sebastião Salgado als Ökonom bei der »International Coffee Organization«, für die er Entwicklungshilfeprojekte in Afrika betreute. Hier entdeckte er seine Leidenschaft für die Fotografie und entschied sich 1973, seinen Beruf aufzugeben und ganz als Fotograf zu arbeiten. Nach der Zusammenarbeit mit verschiedenen Fotoagenturen wie »Sygma Agency«, »Gamma Agency« und »Magnum Photos« gründeten er und seine Frau 1994 mit »Amazonas images« eine eigene Agentur.

Von Beginn an waren bei seinen Langzeitprojekten Armut, Flucht, Heimatlosigkeit und Krieg die Hauptmotive seiner ausnahmslos in Schwarz-weiß gehaltenen Fotografien. Zahlreiche dieser Projekte und der sie begleitenden Fotobände sind in Zusammenarbeit mit Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen, UNICEF, UNESCO oder Reporter ohne Grenzen zustande gekommen. So erschienen 1986 mit Autres Amérique (dt. Anderes Amerika 2015) über die Armut in Lateinamerika und Sahel: L’Homme en Détresse über das dürregeplagte Afrika die ersten Fotobände. Für ein langfristiges Projekt über den Überlebenskampf von Industriearbeitern und das allmähliche Verschwinden der Handarbeit bereiste Sebastião Salgado zwischen 1986 und 1992 insgesamt 23 Länder. Der Fotoband Workers. An Archaeology of the Industrial Age (1993; dt. Arbeiter. Zur Archäologie des Industriezeitalters) zeigt die Arbeiter in den Goldgruben Brasiliens, beim Bau des Eurotunnels oder eines Staudamms in Indien. Die Ausstellung wurde in mehr als 60 Museen weltweit gezeigt.

Ab 1993 führte ihn sein nächstes Projekt, das sich mit dem Schicksal von Flüchtlingen befasste, in mehr als 40 Länder. Die Bücher Migrations (dt. Migration) und The Children: Refugees and Migrants (dt. Kinder der Migration), die beide 2000 veröffentlicht wurden, dienten dazu, auf das Schicksal von 30 Millionen Flüchtlingen weltweit aufmerksam zu machen und Geld für die Kinderhilfsorganisation UNICEF zu sammeln. Die beiden Bücher wurden 2016 mit den Titeln Exodus und Children – Enfants – Kinder neu aufgelegt, auch um zu verdeutlichen, dass die Zahl der Flüchtlinge mittlerweile auf über 60 Millionen angewachsen ist.

Aus gesundheitlichen Gründen und weil ihm durch die direkte Konfrontation mit dem Völkermord in Ruanda Zweifel an seiner Arbeit überkamen, hörte er Mitte der 1990er Jahre für eine Zeit mit seiner fotografischen Arbeit auf und kehrte mit seiner Frau in die Heimat zurück. Hier musste er feststellen, dass die Bulcão-Farm seiner Eltern verödet war. Der Regenwald, der zuvor die Hälfte des Gebietes ausgemacht hatte, war auf ein halbes Prozent geschrumpft. Lélia und Sebastião Salgado begannen, die Region wieder aufzuforsten. 1998 wurden die 680 Hektar in ein Naturschutzgebiet umgewandelt und die gemeinnützige »Instituto Terra« gegründet.

Auch in seinem Werk wandte sich Sebastião Salgado nun verstärkt der Landschaftsfotografie zu. In Africa (2007) stellte er neben betörend schönen Landschaftsaufnahmen Fotografien von Menschen, die durch Hunger, Krieg und Vertreibung gezeichnet waren, was teilweise zu Irritationen führte. Von der einen Seite wurde ihm eine Ästhetisierung und ein Verkitschen des Elends vorgeworfen, seine Fürsprecher lobten hingegen die in den Fotografien enthaltene Empathie und die würdevolle Herangehensweise, da Salgado grundsätzlich niemanden gegen seinen Willen fotografierte.

Ab 2004 begann Sebastião Salgado mit dem nächsten Mammutprojekt Genesis, mit dem er seine Eindrücke der unberührten Natur, den dort angesiedelten Tieren und isoliert lebenden Menschen aus ursprünglichen Kulturen wiedergeben wollte. Seine Absicht, so den bislang noch intakten Teil der Umwelt zu schützen, verdeutlicht das über 500 Bilder fassende gleichnamige Buch (2013) und die dazugehörende Ausstellung. Das sei ihm laut Kritikern furios gelungen.

2014 erschien mit Das Salz der Erde ein von Wim Wenders und Salgados Sohn Juliano Salgado erstellter Dokumentarfilm über das Leben und die Arbeit des Fotografen. Zwei Jahre später erschien mit Kuwait ein Fotoband über das verheerende Flammeninferno nach der Bombardierung kuwaitischer Ölquellen durch den Irak im Zweiten Golfkrieg (1990/1991). 2016 wurde er als Mitglied in die Académie des Beaux-Arts des Institut de France aufgenommen, eine der wichtigsten kulturellen Ehrbekundungen Frankreichs. Anfang 2019 gab das Ehepaar bekannt, dass die Wiederaufforstung auf der Bulcão-Farm mit Hilfe von Spenden, Freiwilligenarbeit und großem Eigenengagement gelungen sei. 2,7 Millionen Bäume wurden gepflanzt, um den Wald wieder in einen weitgehend ursprünglichen Zustand mit einer großen Vielfalt an Pflanzen und Tieren zu versetzen. Mittlerweile leben in dem heutigen Naturschutzgebiet wieder 172 Vogelarten.

Sebastião Ribeiro Salgado ist seit 1967 mit der Architektin Lélia Wanick Salgado verheiratet. Das Ehepaar lebt in Paris und hat zwei Söhne, Juliano (geboren 1976) und Rodrigo (geboren 1981).

Auszeichnungen

2019 Friedenspreis des Deutschen Buchhandels
2019 Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Letters, USA
2018 Preis der Sociedad Geografica Española, Spanien
2018 Kulturverdienstorden des Fürstentums Monaco
2018 Prix de la Lusophonie (mit Lélia Wanick Salgado), Frankreich
2016 Mitglied der Académie des Beaux-Arts des Institut de France


2016 Ritter der Ehrenlegion, Frankreich
2016 Ehrendoktorwürde der Universität Vitória, Brasilien
2016 International Primo Levi Award, Italien
2016 Premio Personalidade França-Brasil
2015 Spezialpreis des Photography Appreciation Award
2015 Hamdan International Photography Award, Dubai
2015 The Cherry Kearton Medal and Award der Royal Geographical Society, Großbritannien
2015 Photo London Master of Photography Award, Großbritannien
2014 Commandeur de l‘Ordre des Arts et des Lettres, Frankreich
2014 Premio Ítaca, Spanien
2012 »Personalidade Ambiental«-Preis des World Wildlife Fund, Brasilien
2011 International Understanding through Photography Award, Photographic Society of America
2010 Save the Children International Prize
2010 Lifetime Achievement Award der North American Nature Photography Association
2010 Gold Medal of Honour, the Al-Thani Award for Photography, Doha, Katar
2009 Prêmio Dom Luís Gonzaga Fernandes, Brasilien
2008 Prêmio Faz Diferença, Brasilien
2007 Preis der Michael-Horbach-Stiftung
2005 Gold Medal Award for Photography, The National Arts Club, USA
2004 »Comendador da Ordem de Rio Branco«, Brasilien
2004 Lucie Award for Outstanding Achievement in Humanitarian Photography, USA
2003 International Award of the Photographic Society of Japan
2002 Ehrendoktorwürde Nottingham, Großbritannien
2000 »Presidenza della Repubblica Italiana«-Medaille, Italien
2000 Ehrendoktorwürde der Universität von Evora, Portugal
2000 Ehrendoktorwürde, New School University, New York, USA
2000 Ehrendoktorwürde, The Art Institute of Boston at Lesley University, USA
2000 Prêmio Muriqui, Brasilien
2000 Premio »Ayuda en Accion«, Madrid, Spanien
1999 The Alfred Eisenstaedt Award for Magazine Photography/ The Way we live. USA
1999 Prêmio Unesco in der Kategorie Kultur. Brasilien
1998 The Alfred Eisenstaedt »Life Legend« Award, Life Magazine, USA
1998 Prêmio Jabuti für das Buch »Terra«, Brasilien
1998 Prinz-von-Asturien-Preis, Spanien
1997 Prêmio Nacional de Fotografia, Brasilien
1997 Prêmio A Luta pela Terra, Personalidade da reforma agrária, Brasilien
1996 Award «Overseas Press Club of America», Citation for Excellence, USA
1994 Jahrhundertmedaille der Royal Photographic Society of Great Britain
1994 Professional Photographer of the Year, Photographic Manufacturers and Distributors Association
1994 Grand Prix National, Frankreich
1993 Best Photography Book of the Year »Workers«, Arles International Festival, Frankreich
1993 Trophée Match d'Or für sein Lebenswerk, Frankreich
1993 »World Hunger Year Harry Chapin Media Award«, USA
1992 und 1996 Auszeichnung Art Directors Club Deutschland
1992 Ehrenmitgliedschaft der »American Academy of Arts and Sciences«, Massachusetts, USA
1991 The Common Wealth Award For Mass Communication, USA
1991 Le Grand Prix de la Ville de Paris, Frankreich
1990 Visa d’Or Award , International Festival of Photojournalism Perpignan, Frankreich
1989 The Artist of Merit Josef Sudek-Medaille, Tschechoslowakei
1989 Erna and Victor Hasselblad Award für das Lebenswerk, Schweden
1988 und 1991 Gold Award / Art Directors Club USA
1988 Erich-Salomon-Preis
1988 Premio de Fotografía Rey de España, Spanien
1987 Photographer of the Year Award / American Society of Magazine Photographers
1987 Olivier Rebbot Award, Overseas Press Club, USA
1987 Journalistenpreis Entwicklungspolitik
1987 Prix Villa Médicis, Frankreich
1986 und 1988 Photojournalist of the Year Award / International Center of Photography
1986 Prêmio de la Foto Ibero Americana, Spain
1986 Prix du Livre »Sahel, l'Homme en Détresse«, Arles International Festival, Frankreich
1985 und 1992 Oskar-Barnack-Preis
1985 World Press Photo Award, Niederlande
1984 Prix de la Ville de Paris et Kodak
1982 Eugene Smith Award for Humanitarian Photography

 

Bibliographie

Gold

Fotografien von Sebastião Salgado und Alan Riding, hrsg. von Lélia Wanick Salgado Taschen Verlag, Köln 2019, 208 Seiten, Hardcover, ISBN 978-3-8365-7508-9, € 50,00 / CHF 70,00 (UVP)

Exodus

Fotografien von Sebastião Salgado, Konzeption und Design von Lélia Wanick Salgado, deutsche Übersetzung von Waltraud Götting, Vorwort zur Neuausgabe von Julia Heller Taschen Verlag, Köln 2016, 431 Seiten mit 32seitigem Booklet, Festeinband (Neuauflage von »Migranten«), ISBN 978-3-8365-6129-7, € 50,00 / CHF 70,00 (UVP)

Children – Enfants – Kinder

Fotografien von Sebastião Salgado, übersetzt von Waltraud Götting (dt.) und Jean-Luc Muller (frz.) Taschen Verlag, Köln 2016, 123 Seiten, Festeinband (Neuauflage von »Kinder der Migration«), ISBN 978-3-8365-6136-5, € 39,99 / CHR 54,90 (UVP)

Genesis

Fotografien von Sebastião Salgado, hrsg., geplant und gestaltet von Lélia Wanick Salgado, übersetzt von Ulf Müller Taschen Verlag, Köln 2013 (Neuauflage 2019), 520 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-8365-4259-3, € 60,00 / CHF 75,00 (UVP)

Mehr anzeigen

Kuwait : a desert on fire : eine Wüste in Flammen : un désert en feu

Fotografien von Sebastião Salgado, Konzept und Design von Lélia Wanick Salgado; übersetzt von Julia Heller (dt.) und Jacques Bosser (frz.) Taschen Verlag, Köln 2016, 205 Seiten, Festeinband, ISBN 978-3-8365-6125-9, € 49,99 / CHF 69,90 (UVP)

Duft der Träume – Reise in die Welt des Kaffees

Fotografien von Sebastião Salgado, hrsg., geplant und gestaltet von Lélia Wanick Salgado, übersetzt von Annegret Hunke-Wormser und Claudia Theis-Passaro Knesebeck Verlag, München 2015, 317 Seiten, Festeinband, ISBN 978-3-86873-884-1, € 59,00

Anderes Amerika (orig. »Autres Amériques«, 1986)

Fotografien von Sebastiao Salgado, Konzept und Layout von Lélia Wanick Salgado, aus dem Französischen von Bernd Weiß Knesebeck Verlag. München 2015, 127 Seiten, Paperback, ISBN 978-3-86873-863-6, €(D) 34.,95 / €(A) 36,00 / CHF 46,90 (UVP)

Salz der Erde

Fotografien von Sebastião Salgado (Themenheft »Du«-Magazin, Nr. 851) Du Kulturmedien, Zürich 2014, 98 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-905931-47-1, € 15,00 / CHF 20,00 (UVP)

China. Vergangenheit - Gegenwart – Zukunft

Fotografien von Jonathan Spence, Sebastião Salgado, Henri Cartier-Bresson und Olivier Pin-Fat Reich terra magica, Wien 2008, 272 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-7243-1011-2, € (D) 40,00 / € (A) 41,20 / CHF 49,50 (UVP)

Africa (engl./frz./dt.)

Fotografien von Sebastião Salgado, Texte von Mia Couto, hrsg. von Lélia Wanick Salgado, übersetzt von Dennis Wright (engl.), Astrid Paiva Boléo (dt.) und Françoise Veiga (frz.) Taschen Verlag, Köln 2007, 336 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-8228-5621-5, € 60,00 / CHF 75,00 (UVP)

Sebastião Salgado. Photo Pocket

Fotografien von Sebastião Salgado, mit einer Einführung von Christian Caujolle Edition Braus im Wachter Verlag, Heidelberg 2006, 62 Blatt, kartoniert, ISBN 978-3-89904-238-2, € 12,90 / CHF 22,60 (UVP)

Fotos für die Pressefreiheit

Herausgegeben von Reporter ohne Grenzen / LebensWandel mit Fotografien von Volker Krämer, Jan von Banning, Sebastião Salgado, James Nachtwey, Manuel Bauer, Caroline Groszer und H. J. Burkard, Bearbeitung von Barbara Petersen TAZ, Berlin 2000, 100 Seiten, kartoniert, ISBN 978-3-9806917-0-3; €[D] 10,00 / €[A] 10,30 / CHF 19,20 (UVP)

Les Voies du bonheur

par Jean-Marie Pelt et Sebastiao Salgado Editions de La Martinière, Paris 2010

Photofile Sebastião Salgado

Thames & Hudson, London 2006

Photopoche Sebastião Salgado

Lunwerg Editores, Barcelona 2006

L’homme et l’eau

par Sebastião Salgado et Christian Sorg Editions Terre Bleue, Paris 2005

The cradle of inequality

by Sebastião Salgado and Cristovam Buarque UNESCO-Office Brasilia, Brasilia 2005

Sahel, The End of the Road

by Sebastião Salgado University of California Press, Berkeley 2004

FotoNote Sebastião Salgado

Contrasto Books, Rom 2004, N° 02

The End of Polio: A Global Effort to End a Disease

by Sebastião Salgado with a preface by Kofi Annan Little Brown & Company, Boston 2003 (Dokumentation der UNICEF-Kampagne zur Bekämpfung der Kinderlähmung)

Salgado, Parma

by Sebastião Salgado Contrasto Books, Roma 2002

Malpensa, La città del volo, SEA Aeroporti di Milano

by Sebastião Salgado Contrasto Books, Roma 2000

Kinder der Migration (orig. »The Children: Refugees and Migrants«, 2000)

Fotografien von Sebastião Salgado, Konzeption und Design von Lélia Wanick Salgado, übersetzt von Waltraud Götting Verlag Zweitausendeins, Frankfurt am Main 2000, 111 Seiten

Serra Pelada (Photo Poche)

par Sebastião Salgado Editions Nathan, Paris 1999

Um Fotógrafo em Abril

de Sebastião Salgado Ed. Caminho, Lissabon 1999

Terra

Fotografien von Sebastião Salgado, mit einer Einf. von José Saramago und Gedichten von Chico Buarque, aus dem Portugiesischen von Hans Therre Verlag Zweitausenundeins, Frankfurt am Main 1997, 143 Seiten, kartoniert

Die Würde des Menschen

Fotografien von Sebastião Salgado [Reporter ohne Grenzen] TAZ, Berlin 1996, 94 Seiten, kartoniert

Sebastião Salgado

Fotografien von Sebastião Salgado, hrsg. v. Werner Funk Gruner + Jahr, Hamburg 1996, 110 Seiten

Arbeiter: Zur Archäologie des Industriezeitalters (orig. »Workers: An Archaeology of the Industrial Age«)

Fotografien von Sebastia̋o Salgado, übersetzt von Waltraud Götting Verlag Zweitausenundeins, Frankfurt am Main 1993, 399 Seiten mit 23seitiger Beilage

Photopoche

par Sebastião Salgado Centre National de la Photographie, Paris 1993, N° 55

The Best Photos – As Melhores Fotos

de Sebastião Salgado Boccato Editores, São Paolo 1992

An Uncertain Grace

by Sebastião Salgado with essays by Fred Ritchin and Eduardo H. Galeano Aperture Foundation, New York 1990

Les Cheminots

par Sebastião Salgado Comité Central d'Entreprise de la SNCF, Paris 1989

Sahel, El Fin del Camino

de Sebastião Salgado Comunidad de Madrid, for Medicos Sin Fronteras, Madrid 1988

Sahel: L'Homme en Détresse

par Sebastião Salgado Prisma Presse and Centre National de la Photographie, Paris 1986

Laudator Wim Wenders

Wim Wenders, geboren 1945 in Düsseldorf, studierte zunächst Medizin und anschließend Philosophie sowie Soziologie. Nach einem Aufenthalt in Paris wechselte er 1967 an die neu gegründete Hochschule für Film und Fernsehen in München. Noch während seiner Ausbildung schuf er erste Kurzfilme und war als Filmkritiker für die Zeitschriften »Filmkritik«, die »Süddeutsche Zeitung«, »Der Spiegel« sowie das Magazin »Twen« tätig.

1971 gehörte Wenders zu den Gründungsmitgliedern des Filmverlags der Autoren und machte mit der Verfilmung von »Die Angst des Tormanns beim Elfmeter« von Peter Handke zum ersten Mal auf sich aufmerksam. Mit dem Roadmovie »Alice in den Städten« (1974) feierte er seinen künstlerischen Durchbruch.


2014 porträtierte er in dem für den Oscar nominierten Dokumentarfilm »Das Salz der Erde« den diesjährigen Friedenspreisträger Sebastião Salgado. Weitere Oscar-Nominierungen erhielt er für »Buena Vista Social Club« (1999) und »Pina« (2011). »Der Stand der Dinge« (1982) wurde in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet, mit »Paris, Texas« (1984) erhielt Wenders die Goldene Palme in Cannes, mit »Der Himmel über Berlin« (1987) den Preis der Besten Regie. Seine Fotografien sind mittlerweile weltweit ausgestellt.

Seit 1996 ist Wim Wenders Präsident der Europäischen Filmakademie und Mitglied des Ordens Pour le Mérite. Seine 2012 gegründete Stiftung führt seine künstlerische Arbeit zusammen und unterstützt junge Filmschaffende. Für sein Lebenswerk erhielt er 2014 auf der Berlinale den Goldenen Ehrenbären.