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Friedenspreis 2021

Tsitsi Dangarembga

Der Stiftungsrat hat die Schriftstellerin und Filmemacherin Tsitsi Dangarembga aus Simbabwe zur Friedenspreisträgerin des Jahres 2021 gewählt. Die Verleihung findet am Sonntag, 24. Oktober 2021, in der Frankfurter Paulskirche statt und wird live um 11 Uhr im ZDF übertragen.

Begründung der Jury

Die Schriftstellerin und Filmemacherin aus Simbabwe verbindet in ihrem künstlerischen Werk ein einzigartiges Erzählen mit einem universellen Blick und ist deshalb nicht nur eine der wichtigsten Künstlerinnen ihres Landes, sondern auch eine weithin hörbare Stimme Afrikas in der Gegenwartsliteratur.

In ihrer Romantrilogie beschreibt Tsitsi Dangarembga am Beispiel einer heranwachsenden Frau den Kampf um das Recht auf ein menschenwürdiges Leben und weibliche Selbstbestimmung in Simbabwe. Dabei zeigt sie soziale und moralische Konflikte auf, die weit über den regionalen Bezug hinausgehen und Resonanzräume für globale Gerechtigkeitsfragen eröffnen. In ihren Filmen thematisiert sie Probleme, die durch das Aufeinandertreffen von Tradition und Moderne entstehen. Ihre Botschaften richten sich erfolgreich an ein breites Publikum sowohl in Simbabwe als auch in den Nachbarländern.

Begleitet wird ihr künstlerisches Schaffen von dem jahrelangen Engagement, die Kultur in ihrem Land zu fördern – und diese insbesondere für Frauen zu öffnen. Gleichzeitig kämpft sie für Freiheitsrechte und politische Veränderungen in Simbabwe. Gegenwärtig richtet sich ihr friedlicher Protest gegen Korruption, für den Tsitsi Dangarembga auch in Kauf nimmt, von der Regierung gerichtlich verfolgt zu werden. "Wenn ihr wollt, dass euer Leiden aufhört, müsst ihr handeln", fordert sie. "Handeln kommt aus der Hoffnung. Dies ist das Prinzip von Glauben und Handeln."

Biographie

Tsitsi Dangarembga, geboren am 14. Februar 1959 in Mutoko im heutigen Nordosten von Simbabwe, gehört zu den wichtigsten Schriftsteller*innen, Dramatiker*innen und Filmemacher*innen ihres Landes. Die Bücher ihrer international erfolgreichen Romantrilogie erzählen vom Aufwachsen und Leben einer nach Selbstbestimmung strebenden Frau im postkolonialen Simbabwe und veranschaulichen dabei die komplexen Unterdrückungsmechanismen von Gender, Kolonialismus und Rassismus. Ihr 1988 erschienener Debütroman „Nervous Conditions“ (dt. „Aufbrechen“, 2019) wird 2018 von der BBC in die Liste der 100 wichtigsten Bücher aufgenommen, die die Welt geprägt haben. Der Film „Neria“, für den sie 1993 die Story schreibt, zählt zu den beliebtesten Filmen in Simbabwe.  Ihr neuer Roman „This Mournable Body“ (erscheint im September 2021 unter dem Titel „Überleben“ auf Deutsch) wird 2020 für die Shortlist des Booker Prize nominiert. Neben ihrer Arbeit als Autorin und Filmemacherin engagiert sich Tsitsi Dangarembga seit vielen Jahren für Freiheits- und Frauenrechte sowie politische Veränderung in Simbabwe. 2021 erhält sie den PEN Pinter Prize sowie den PEN International Award for Freedom of Expression, mit dem Autorinnen und Autoren ausgezeichnet werden, die trotz Verfolgung ihr Schreiben fortführen. Am 24. Oktober 2021 wird ihr der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen. 


1961, zwei Jahre nach ihrer Geburt, zieht die Familie von Tsitsi Dangarembga nach England, wo die Eltern studieren. 1965 kehren sie zurück nach Rhodesien, das sich im selben Jahr unter einer weißen Minderheitsregierung für unabhängig erklärt. In Old Umtali (das heutige Old Mutare) übernimmt der Vater den Direktorposten einer Missionsschule, an der die Mutter ebenfalls als Lehrerin arbeitet. Tsitsi Dangarembga, die in England eingeschult worden war, muss sich an der Hartzell Primary School in Umtali (heute Mutare) ihre Muttersprache Shona wieder neu aneignen. In der Hauptstadt Salisbury, im heutigen Harare, besucht sie die Arundel School, eine private Mädchenschule, und macht ihr Abitur. 1977 beginnt sie, in Cambridge Medizin zu studieren, bricht das Studium aber drei Jahre später ab. Sie geht zurück nach Simbabwe, das nach Jahren der politischen Instabilität infolge eines Friedensabkommens (Internal Settlement) freie Wahlen durchführen kann und 1980 offiziell seine Unabhängigkeit erhält.  Sie arbeitet in einer Werbeagentur, studiert anschließend an der University of Zimbabwe Psychologie und wird Mitglied der universitären Theatergruppe.. In dieser Zeit schreibt sie, auch um das Rollenrepertoire für Schwarze Frauen zu erweitern, ihre ersten Theaterstücke „Lost of the Soil“ (1983) und „She No Longer Weeps“ (1987). Ihre Kurzgeschichte „The Letter“, 1985 in der Anthologie „Whispering Land“ erschienen, wird von der Swedish International Development Cooperation Agency (SIDA) mit dem dritten Platz ausgezeichnet.

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Im Alter von 25 Jahren beendet Tsitsi Dangarembga 1984 ihren Roman „Nervous Conditions“, den ersten Teil ihrer autobiografisch geprägten Tambudzai-Trilogie. Nachdem das Manuskript in Simbabwe abgelehnt wurde, wird das Buch 1988 in Großbritannien publiziert und ein Jahr später in den USA. In Deutschland erscheint das Buch erstmals 1991 unter dem Titel „Der Preis der Freiheit“ und wird 2019 unter dem Titel „Aufbrechen“ neu aufgelegt (Erstveröffentlichung auf Deutsch als "Der Preis der Freiheit", 1991). Der Roman gilt heute als Klassiker der modernen afrikanischen Literatur. Im Mittelpunkt des 1989 mit dem Commonwealth Writers’ Prize (Africa Section) ausgezeichneten Buches steht das Mädchen Tambudzai, das auch Protagonistin der folgenden Bücher „The Book of Not“ (2006) und „This Mournable Body“ (2018) ist.

Die Trilogie beginnt mit „Nervous Conditions“ im Rhodesien der 1970er Jahre und beschreibt das Aufwachsen von Tambudzai, die die damals ungewöhnliche Gelegenheit einer schulischen Ausbildung erhält. Als Tochter einer auf dem Dorf lebenden Großfamilie, geprägt von den patriarchalen Strukturen der Landbevölkerung, ist sie anfangs fasziniert von den Möglichkeiten, die sich ihr nun bieten. Bald muss sie feststellen, dass die dominante Stellung der Weißen in der Gesellschaft ein gleichberechtigtes Aufwachsen nicht zulässt. Tambudzai hält trotzdem an ihrem Ziel fest, eine gebildete Frau zu werden, auch wenn dadurch der Bezug zu ihrer in der Tradition verhafteten Familie zu schwinden droht.

„The Book of Not“, der zweite, von Tsitsi Dangarembga rund dreißig Jahre später geschriebene Teil der Trilogie, erzählt vom weiteren Lebensweg Tambudzais.  Hier treten die Widersprüche zwischen ihrem neuem und dem alten Leben offen zutage. Während des Unabhängigkeitskampfes, in dem ihr Onkel, der auch ihr Förderer ist, gefoltert wird und die Schwester ein Bein verliert, flüchtet Tambudzai aus ihrem Dorf, vor ihrer Familie und ihren Wurzeln, meldet sich freiwillig für die Unterstützung der rhodesischen Armee und findet trotz bester Noten dennoch keine Anerkennung. In der zunehmend verzerrten Perspektive Tambudzais, aus der der Roman geschrieben ist, tritt die Realität hinter ihre eigene Wahrnehmung zurück, wodurch es ihr nicht gelingt, ihre Situation zu begreifen.

Im dritten Buch „This Mournable Body“ („Überleben“) treffen die Leserinnen und Leser auf eine Tambudzai mittleren Alters, die in einer heruntergekommenen Jugendherberge in der Innenstadt von Harare lebt und ihre Arbeit verloren hat. Bei jedem Versuch, sich ihr Leben neu aufzubauen, wird sie mit einer weiteren Demütigung konfrontiert. Der Kontrast zwischen der Zukunft, die sie sich ausmalt, und ihrer täglichen Realität ist schließlich so schmerzhaft, dass es sie an den Rand des Wahnsinns treibt. Desillusioniert nimmt sie eine Anstellung im Ökotourismus an und kehrt in das Dorf ihrer Familie zurück. Dies gipfelt in einem Akt des Verrats und zeigt schonungslos die Verbindungen von Kolonialismus und Kapitalismus auf.

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In den 1990er Jahren wendet sich Tsitsi Dangarembga verstärkt dem Medium Film zu. An der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) studiert sie von 1989 bis 1996 Filmregie und produziert einige Filme in Deutschland. Zudem entwirft sie später an der Humboldt-Universität zu Berlin ein Konzept für eine Doktorarbeit über die Rezeption des afrikanischen Films. 1992 gründet sie zusammen mit ihrem Ehemann Olaf Koschke die in Harare ansässige Filmproduktionsfirma Nyerai Films, die sie bis heute leitet. Die Spiel- und Dokumentarfilme, die sie produziert und bei denen sie das Drehbuch schreibt oder Regie führt, werden zum Teil international gezeigt und gehören zu den erfolgreichsten Simbabwes. Im Jahr 2000 kehrt sie endgültig dorthin zurück und gründet 2002 das International Images Film Festival for Women in Harare. Als Initiatorin des African Women Filmmakers Hub und Gründungsdirektorin des Institute of Creative Arts for Progress in Africa möchte sie die nachhaltige Kreativwirtschaft in ihrem Land sowie auf dem afrikanischen Kontinent stärken und insbesondere junge Frauen dabei unterstützen, in dieser Branche einflussreich zu wirken.

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Im Zuge ihres jahrelangen politischen Engagements tritt sie international als Speaker auf und gehört verschiedenen Organisationen an:  So ist sie von 2011 bis 2013 Mitglied der Women’s Coalition of Zimbabwe, von 2010 bis 2012 Mitglied des National Arts Council of Zimbabwe, ebenso wie 2005 bis 2009 Mitglied des National Aids Council sowie 2003 bis 2009 Mitglied des Zimbabwe College of Music. Vor Kurzem hat sie ein Stipendium am Stellenbosch Institute for Advanced Study in Südafrika absolviert und sitzt im Vorstand des Johannesburg Institute for Advanced Study.

Nachdem sie Ende Juli 2020 in den sozialen Medien gegen die Verhaftung von Journalisten in Simbabwe protestiert und zur Teilnahme an einer Anti-Korruptionsdemonstration aufruft, wird sie wie viele andere Oppositionelle im Lande für kurze Zeit inhaftiert und auf Bewährung wieder frei gelassen. Dennoch ist sie weiterhin entschlossen, gemeinsam mit den Menschen in Simbabwe die Verhältnisse in ihrem Land zu ändern: “Every moment is a moment for potential resolution. It just needs somebody to say, OK, we’re going to do things differently.”

Tsitsi Dangarembga und ihr Ehemann Olaf Koschke leben in Harare. Ihre Kinder Tonderai, Chadamoyo und Masimba studieren zum Teil im Ausland.

 

Auszeichnungen

2021 Friedenspreis des Deutschen Buchhandels
2021 PEN Pinter Prize
2021 PEN International Award for Freedom of Expression
2020 Shortlist Man Booker Prize (“This Mournable Body”)
2008 Council of Zimbabwe’s Arts Service-Prize
2006 UNESCO Children’s and Human Rights Award (“Peretera Maneta”)


2006 Winner Zanzibar International Filmfestival, 2006 (“Peretera Maneta”)
2006 Gender, Equality & Media Award, South Africa (“Growing Stronger”)
2005 Winner of Golden Dhow Zanzibar („Kare Kare Zvako“)
2005 Winner of Short Film Award Cinemaafricano Milano (“Kare Kare Zvako”)
2005 Short Film Award ZIFF (“Kare Kare Zvako”)
1989 Commonwealth Writers’ Prize („Nervous Conditions“)

Bibliographie

Überleben

Aus dem Englischen Original "This Mournable Body" (2018) von Annette Gruber Orlanda Verlag, Berlin 2021, 450 Seiten, ISBN 9783944666877, 24,00 € (erscheint im September 2021)

This Mournable Body

Faber & Faber, London 2020 (orig. 2018), 384 Seiten, ISBN 978-0-571-35552-5

Aufbrechen

Aus dem Englischen Original "Nervous Conditions" (1988) von Ilija Trojanow (Erstveröffentlichung "Der Preis der Freiheit, 1991) Orlanda Verlag, Berlin 2019, 262 Seiten, ISBN 9783944666600, 22,00 €

The Book of Not

Ayebia Clarke Publishing, Oxford 2006, 256 Seiten Faber & Faber, London 2021, 320 Seiten, ISBN 9780571368143

Nervous Conditions

Faber& Faber, London 2021 (orig. 1988), 304 Seiten, ISBN 9780571368129

Filmographie

2013 Freestate (Kurzfim, Drehbuch)
2011 Nyami Nyami Amaji Abulozi (Kurzfilm, Drehbuch und Regie)
2010 Ungochani
2010 I Want a Wedding Dress (Spielfilm, Drehbuch und Regie)


2008 The Sharing Day
2006 Peretera Maneta – Spell my name (Kurzfilm, Produktion)
2005 Pamvura – At the Water (Kurzfilm, Drehbuch und Regie)
2005 Growing Stronger (Dokumentarfilm, Regie)
2004 Kare Kare Zvako – Mother’s Day  (Kurzfilm, Regie)
2004 High Hopes (Dokumentarfilm, Regie)
2002 Elephant People (Dokumentarfilm)
2001 Ivory
2001 Hard Earth – Land Rights in Zimbabwe (Dokumentarfilm, mit Olaf Koschke)
2000 On the Border (Dokumentarfilm, Regie)

1998 Zimbabwe Birds (mit Olaf Koschke)
1996 The Puppeteer (Dokumentarfilm, Drehbuch und Regie)
1995 Everyone's Child (Spielfilm, Drehbuch und Regie)
1995 Schwarzmarkt
1994 Passport to Kill
1994 The Great Beauty Conspiracy
1993 Neria (Spielfilm, Story)

Kare Kare Zvako (Mother's Day)

Tsitsi Dangarembgas Film "Kare kare zvako"

"Kare Kare Zvako" (2004), wörtlich übersetzt "Vor langer Zeit", ist die Standardeinleitung zu Shona-Volksmärchen (ähnlich wie "Es war einmal"). Tsitsi Dangarembga hat diesen Begriff für den Titel ihres etwa 30-minütigen Films verwendet (engl. "Mother's Day"), der im Jahr 2005 drei Festivalpreise gewonnen hat. Es ist kein leichter unbeschwerter Film, er erzählt vielmehr auf recht offen brutale Weise ein bekanntes Märchen nach. Laut Flora Veit-Wild ist "Kare kare zvako" von großer Relevanz für das Thema des fragmentierten, verstümmelten weiblichen Körpers als Schlachtfeld des Geschlechterdiskurses und stellt einen interessanten Kontrapunkt zu Dangarembgas ersten Roman "Nervous Conditions" dar (Flora Veit-Wild: "Tsitsi Dangarembga's Film Kare Kare Zvako: The Survival of the Butchered Woman", in Research in African Literatures, Volume 36, Number 2, Summer 2005, S. 132-138).


Die Handlung des Films basiert auf einem in Simbabwe weit verbreiteten Shona-Volksmärchen. Den vielen verschiedenen Versionen des Märchens ist gemeinsam, dass ein Mann in einer Zeit der Dürre und Not versucht, seine Familie zu betrügen und nur für sich selbst Nahrung zu beschaffen, am Ende aber entdeckt und bestraft wird. Der "musikalische Kurzfilm" von Dangarembga hat das Publikum in Harare auch durch seine Lieder begeistert, von denen die meisten von der bekannten Sängerin Prudence Katomeni-Mbofana aus Harare gesungen werden. 

Der Film zeigt eine Familie, die unter primitiven Bedingungen in einer Zeit schwerer Dürre lebt. Während die Mutter alles daran setzt, ihre Kinder zu ernähren, denkt ihr Mann nur an sich selbst. Als seine Frau ihn ausschimpft, weil er sich nicht bemüht, die Familie zu ernähren, macht er sich nachts auf den Weg, gräbt eine tiefe Grube im Grasland und steckt ein Gitter aus langen, spitzen Stangen in eine Wand der Grube. Im Morgengrauen zwingt er seine Frau, ihm zu folgen, bis sie in die Falle tappt. Zwei lange Stacheln, deren blutige Spitzen aus dem Boden ragen, durchbohren ihren Körper. Nachdem er sie zu ihrem Gehöft getragen hat, zerhackt er ihren Körper mit einer Axt, legt die Stücke in einen Topf und kocht sie. Er isst sie alle auf und schläft mit einem übervollen, aufgeblähten Bauch ein. Nach einer Weile hebt sich sein Bauch, und als er explodiert, kommt seine Frau wieder zum Vorschein und ist wieder ganz. Wieder vereint mit ihren Kindern, nimmt sie sie mit in ihre Hütte, um ihnen das Ende einer Geschichte zu erzählen, die sie zuvor begonnen hat.

 

Laudatorin Auma Obama

Auma Obama, geboren 1960 in Nairobi (Kenia), kam 1980 als Stipendiatin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) nach Deutschland. Die Schwester des 44. US-Präsidenten Barack Obama studierte in Heidelberg Germanistik, Soziologie und Pädagogik und besuchte in Berlin die Deutsche Film- und Fernsehakade­mie. 1996 schloss sie ihre Promotion an der Universität Bayreuth mit einer Dissertation ab, in der sie sich mit dem Thema Arbeit in der deutschen und kenianischen Literatur und Kultur beschäftigte.


Anschließend arbeitete Auma Obama einige Jahre in Deutschland und in Großbritannien, bevor sie nach Kenia zurückkehrte. Dort wurde sie für die Hilfsorganisation CARE International tätig. 2010 rief sie die Stiftung Sauti Kuu (dt. „starke Stimmen“) ins Leben, die seit 2012 auch in Deutschland aktiv ist. Die Organisation setzt sich in der ganzen Welt für benachteiligte Kinder und Jugendliche ein, um ihnen dabei zu helfen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Auma Obama wurde für ihr soziales und humanitäres Engagement, besonders für ökonomi­sche, ökologische und soziale Nachhaltigkeit, mit mehreren Preisen ausgezeichnet, unter anderem 2019 mit dem Walter-Scheel-Preis und dem Hans-Rosenthal-Ehrenpreis. Seit 2014 ist sie Mitglied des World Future Council. Ihr gesellschaftliches Engagement verbindet sie mit Tsitsi Dangarembga, mit der sie seit vielen Jahren befreundet ist.