Veranstaltung mit Boualem Sansal

Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach seiner Inhaftierung diskutiert Friedenspreisträger Boualem Sansal am Donnerstag, 19. März 2026, in Leipzig mit Katajun Amirpur, Thea Dorn und Irina Scherbakowa über Wahrheit als politische Kraft, über Zensur und Verfolgung und über die Sicherheitslage von Schriftsteller*innen und Journalist*innen weltweit.
Donnerstag, 19. März 2026, von 19.30 bis 21.00 Uhr
Paulinum - Aula und Universitätskirche St. Pauli, Neues Augusteum, 04109 Leipzig
Der algerische Schriftsteller und Friedenspreisträger Boualem Sansal, der nach einem Jahr Haft in Algerien kürzlich freigelassen wurde, steht für den persönlichen Preis des freien Wortes. Die russische Historikerin und Memorial-Mitgründerin Irina Scherbakowa, Friedensnobelpreisträgerin 2022, kämpft seit Jahrzehnten für historische Wahrheit und zivilgesellschaftliche Freiheit. Die deutsch-iranische Journalistin und Islamwissenschaftlerin Katajun Amirpur forscht und publiziert über den Iran und analysiert die Mechanismen staatlicher Repression. Thea Dorn, Sprecherin des PEN Berlin, setzt sich publizistisch und institutionell für die Freiheit des Wortes und den Schutz verfolgter Autorinnen und Autoren ein. Gemeinsam sprechen sie über Wahrheit als politische Kraft, über Zensur und Verfolgung und über die Sicherheitslage von Schriftsteller*innen und Journalist*innen weltweit.
Eintritt frei, Anmeldung per E-Mail an friedenspreis@boev.de erwünscht.
Die Veranstaltung des Friedenspreises findet in Kooperation mit der Stiftung Freedom of Expression, dem radio3 vom rbb, dem PEN Berlin e.V., dem Merlin Verlag und der Leipziger Initiative des Literaturhauses statt, die sich gemeinsam im vergangenen Jahr für die Freilassung von Boualem Sansal eingesetzt haben.
Mit der Fragestellung „Was ist wahr?“ greift die Veranstaltung das Motto der vom 3. bis 10. Mai 2026 bundesweit stattfindende Woche der Meinungsfreiheit auf. Diese wird initiiert vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der Stiftung Freedom of Expression und der Frankfurter Agentur Allianz. Wie immer sind Verlage, Buchhandel, Bibliotheken und weitere Unternehmen sowie Organisationen, Institutionen und Privatpersonen eingeladen, mit eigenen Veranstaltungen, Aktionen und Projekten zum Programm für Meinungsvielfalt und Debattenkultur beizutragen: www.woche-der-meinungsfreiheit.de/#mach-mit.
