Hadija Haruna-Oelker und Mirjam Zadoff neue Mitglieder im Stiftungsrat
Hadija Haruna-Oelker (*1980) studierte Politikwissenschaften in Frankfurt am Main mit den Nebenfächern Volkswirtschaftslehre, Afrikanistik und Soziologie. Anschließend war sie dort wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für politische Soziologie sowie am Lehrstuhl der Soziologie mit Schwerpunkt Migrationsforschung. Von 2008 bis 2009 absolvierte sie ihr journalistisches Volontariat an der Berliner Journalisten-Schule. Seit den 2000er-Jahren arbeitet sie hauptsächlich für den Hessischen Rundfunk. Zudem war sie für Der Tagesspiegel und Die ZEIT tätig. Für die Frankfurter Rundschau schreibt sie eine monatliche Kolumne, moderiert gesellschaftspolitische Formate wie die Römerberggespräche in Frankfurt am Main und co-hostet den Podcast Trauer & Turnschuh. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich schwerpunktmäßig mit Themen der Jugend-, Migration-, Rassismus- und Diversitätsforschung und gesellschaftlicher Erinnerungskultur. Sie ist Autorin mehrerer Sachbücher, war mit Die Schönheit der Differenz für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert und erhielt zahlreiche Medienpreise wie den Kurt-Magnus-Preis und den Medienspiegel-Sonderpreis für transparenten Journalismus.
Mirjam Zadoff (*1974 in Innsbruck) studierte Geschichte und Judaistik in Wien und München. 2014 bis 2019 war sie Professorin für Jüdische Studien und Geschichte an der Indiana University Bloomington. Als Gastprofessorin unterrichtete sie unter anderem in Zürich, Berkeley und Berlin. Sie ist Honorarprofessorin an der Technischen Universität München und außerplanmäßige Professorin an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit Mai 2018 leitet sie das NS-Dokumentationszentrum München, wo sie Ausstellungen, Vermittlungsprogramme und innovative digitale Projekte verantwortet und das Haus als Ort der Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit weiterentwickelt. Zadoff ist Autorin und Herausgeberin zahlreicher Bücher und Ausstellungskataloge. Sie engagiert sich in verschiedenen Gremien, ist außerordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und wurde u. a. mit dem Bayerischen Verdienstorden und dem Thomas-Dehler-Preis ausgezeichnet.
Der Stiftungsrat hat die Aufgabe, den oder die Friedenspreisträger*in zu wählen. Weitere Mitglieder des Stiftungsrates sind Klaus Brinkbäumer (Autor, Moderator, Hamburg), Peter Frey (Journalist, Mainz), Jo Lendle (Verleger, München), Prof. Dr. Ethel Matala de Mazza (Humboldt-Universität zu Berlin), Jagoda Marinić (Schriftstellerin, Heidelberg) und Christiane Schulz-Rother (Buchhändlerin, Berlin). Vorsitzender des Stiftungsrates ist der Berliner Verleger Sebastian Guggolz, der seit Oktober 2025 Vorsteher des Börsenvereins ist und damit qua Amt den Vorsitz innehat.
Die Suche nach Kandidat*innen für den Friedenspreis ist öffentlich: Bis 1. März 2026 können Bürger*innen ihre Vorschläge einreichen unter www.friedenspreis-des-deutschen-buchhandels.de/nominierung-einreichen. Im Juni 2026 verkündet der Stiftungsrat seine Entscheidung. Die Verleihung des Friedenspreises findet zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse am 11. Oktober 2026 in der Frankfurter Paulskirche statt.