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Wim Wenders hält Laudatio auf Sebastião Salgado

Der Autor und Filmregisseur Wim Wenders hält die Laudatio auf Sebastião Salgado, der in diesem Jahr mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geehrt wird. Die Verleihung findet während der Frankfurter Buchmesse am Sonntag, 20. Oktober 2019, um 11 Uhr in der Frankfurter Paulskirche statt und wird live im ZDF übertragen.


Wim Wenders
© Anne Wilk

Wim Wenders, geboren 1945 in Düsseldorf, studierte zunächst Medizin und anschließend Philosophie sowie Soziologie. Nach einem Aufenthalt in Paris wechselte er 1967 an die neu gegründete Hochschule für Film und Fernsehen in München. Noch während seiner Ausbildung schuf er erste Kurzfilme und war als Filmkritiker für die Zeitschriften »Filmkritik«, die »Süddeutsche Zeitung«, »Der Spiegel« sowie das Magazin »Twen« tätig.

1971 gehörte Wenders zu den Gründungsmitgliedern des Filmverlags der Autoren und machte mit der Verfilmung von »Die Angst des Tormanns beim Elfmeter« von Peter Handke zum ersten Mal auf sich aufmerksam. Mit dem Roadmovie »Alice in den Städten« (1974) feierte er seinen künstlerischen Durchbruch.

2014 porträtierte er in dem für den Oscar nominierten Dokumentarfilm »Das Salz der Erde« den diesjährigen Friedenspreisträger Sebastião Salgado. Weitere Oscar-Nominierungen erhielt er für »Buena Vista Social Club« (1999) und »Pina« (2011). »Der Stand der Dinge« (1982) wurde in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet, mit »Paris, Texas« (1984) erhielt Wenders die Goldene Palme in Cannes, mit »Der Himmel über Berlin« (1987) den Preis der Besten Regie. Seine Fotografien sind mittlerweile weltweit ausgestellt.

Seit 1996 ist Wim Wenders Präsident der Europäischen Filmakademie und Mitglied des Ordens Pour le Mérite. Seine 2012 gegründete Stiftung führt seine künstlerische Arbeit zusammen und unterstützt junge Filmschaffende. Für sein Lebenswerk erhielt er 2014 auf der Berlinale den Goldenen Ehrenbären.