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  • 2016 Carolin Emcke

  • 2015 Navid Kermani

  • 2014 Jaron Lanier

  • 2013 Swetlana Alexijewitsch

  • 2012 Liao Yiwu

  • 2011 Boualem Sansal

  • 2010 David Grossman

  • 2009 Claudio Magris

  • 2008 Anselm Kiefer

  • 2007 Saul Friedländer

  • 2006 Wolf Lepenies

  • 2005 Orhan Pamuk

  • 2004 Péter Esterházy

  • 2003 Susan Sontag

  • 2002 Chinua Achebe

  • 2001 Jürgen Habermas

  • 2000 Assia Djebar

  • 1999 Fritz Stern

  • 1998 Martin Walser

  • 1997 Yasar Kemal

  • 1996 Mario Vargas Llosa

  • 1995 Annemarie Schimmel

  • 1994 Jorge Semprún

  • 1993 Friedrich Schorlemmer

  • 1992 Amos Oz

  • 1991 György Konrád

  • 1990 Karl Dedecius

  • 1989 Václav Havel

  • 1988 Siegfried Lenz

  • 1987 Hans Jonas

  • 1986 Wladyslaw Bartoszewski

  • 1985 Teddy Kollek

  • 1984 Octavio Paz

  • 1983 Manès Sperber

  • 1982 George F. Kennan

  • 1981 Lew Kopelew

  • 1980 Ernesto Cardenal

  • 1979 Yehudi Menuhin

  • 1978 Astrid Lindgren

  • 1977 Leszek Kolakowski

  • 1976 Max Frisch

  • 1975 Alfred Grosser

  • 1974 Frère Roger

  • 1973 The Club of Rome

  • 1972 Janusz Korczak

  • 1971 Marion Gräfin Dönhoff

  • 1970 Alva und Gunnar Myrdal

  • 1969 Alexander Mitscherlich

  • 1968 Léopold Sédar Senghor

  • 1967 Ernst Bloch

  • 1966 Augustin Kardinal Bea und Willem A. Visser 't Hooft

  • 1965 Nelly Sachs

  • 1964 Gabriel Marcel

  • 1963 Carl Friedrich von Weizsäcker

  • 1962 Paul Tillich

  • 1961 Sarvepalli Radhakrishnan

  • 1960 Victor Gollancz

  • 1959 Theodor Heuss

  • 1958 Karl Jaspers

  • 1957 Thornton Wilder

  • 1956 Reinhold Schneider

  • 1955 Hermann Hesse

  • 1954 Carl Jacob Burckhardt

  • 1953 Martin Buber

  • 1952 Romano Guardini

  • 1951 Albert Schweitzer

  • 1950 Max Tau

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Navid Kermani

Der Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels hat den deutschen Orientalisten, Schriftsteller und Essayisten Navid Kermani zum diesjährigen Träger des Friedenspreises gewählt. Die Verleihung findet während der Frankfurter Buchmesse am Sonntag, 18. Oktober 2015, in der Paulskirche statt und wird live im ZDF übertragen. Der Friedenspreis wird seit 1950 vergeben und ist mit 25.000 Euro dotiert.


Navid Kermani
© Bogenberger/autorenfotos.com

Begründung der Jury

„Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verleiht der Börsenverein im Jahr 2015 an

Navid Kermani.

Der deutsche Schriftsteller, Orientalist und Essayist ist eine der wichtigsten Stimmen in unserer Gesellschaft, die sich mehr denn je den Erfahrungswelten von Menschen unterschiedlichster nationaler und religiöser Herkunft stellen muss, um ein friedliches, an den Menschenrechten orientiertes Zusammenleben zu ermöglichen.

Seine wissenschaftlichen Arbeiten, in denen er Fragen der Mystik, der Ästhetik und der Theodizee insbesondere im Raum des Islam nachgeht, weisen Navid Kermani als Autor aus, der mit großer Sachkenntnis in die theologischen und gesellschaftlichen Diskurse einzugreifen vermag.

Die Romane und Essays von Navid Kermani, insbesondere aber auch seine Reportagen aus Krisengebieten zeigen, wie sehr er sich der Würde des einzelnen Menschen und dem Respekt für die verschiedenen Kulturen und Religionen verpflichtet weiß, und wie sehr er sich für eine offene europäische Gesellschaft einsetzt, die Flüchtlingen Schutz bietet und der Menschlichkeit Raum gibt.“

Biographie Navid Kermani

Navid Kermani, geboren am 27. November 1967 in Siegen als vierter Sohn iranischer Eltern, beginnt mit bereits fünfzehn Jahren, regelmäßig für die Westfälische Rundschau zu schreiben. Nach dem Abitur und einer Hospitanz bei Roberto Ciulli am Theater an der Ruhr in Mülheim studiert er in Köln, Kairo und Bonn Islamwissenschaften, Philosophie und Theaterwissenschaft. Mit seiner Dissertation „Gott ist schön. Das ästhetische Erleben des Koran“ (Verlag C.H. Beck 1999) sorgt er gleichermaßen in den deutschsprachigen Feuilletons wie in der internationalen Fachpresse für Aufmerksamkeit. Parallel zum Studium schreibt Kermani ab 1995 für die Frankfurter Allgemeine Zeitung Literaturkritiken und Reportagen und wird 1998 fester Mitarbeiter im Feuilleton. Zudem ister als Dramaturg am Theater an der Ruhr in Mülheim (1994/95) und am Schauspielhaus Frankfurt (1998/99) tätig. 1994 gründet er in Isfahan, der Heimatstadt seiner Eltern, das erste internationale Kulturzentrum, das infolge von Spannungen im deutsch-iranischen Verhältnis 1997 wieder schließen muss.

Von 2000 bis 2003 ist Kermani Long Term Fellow am Berliner Wissenschaftskolleg und leitet in dieser Zeit den „Arbeitskreis Moderne und Islam“. Zudem initiiert er in dieser Zeit mehrere internationale Forschungsvorhaben wie etwa das Projekt „Jüdische und islamische Hermeneutik als Kulturkritik“, aus dem der Vorschlag für eine Jüdisch-Islamische Akademie in Berlin hervorgeht. Mit seinen ersten literarischen Veröffentlichungen entscheidet er sich 2003 gegen die Fortsetzung der akademischen Laufbahn und lebt seither als freier Schriftsteller. Gleichwohl habilitiert er sich 2005 im Fach Orientalistik an der Bonner Universität.

Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit veröffentlicht Kermani in der Folgezeit regelmäßig Beiträge, Reportagen und Kunstbetrachtungen in den großen deutschsprachigen Zeitungen sowie im Spiegel. Von 2006 bis 2009 ist er Teilnehmer der ersten Deutschen Islam Konferenz und wird 2007 als erster Schriftsteller der zweiten bundesdeutschen Einwanderergeneration in die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung aufgenommen. Das anschließende Jahr 2008 verbringt er als Stipendiat der Villa Massimo in Rom. Zudem hält Kermani 2010 die traditionsreichen Frankfurter Poetikvorlesungen, ist 2013 Gastprofessor für Islamwissenschaft an der Universität Frankfurt und 2014 Gastprofessor für deutsche Literatur am Dartmouth College (USA).

Die literarischen Arbeiten von Navid Kermani, die zuerst im Ammann Verlag und seit 2011 im Carl Hanser Verlag erscheinen, thematisieren immer wieder die Grundfragen und Grenzerfahrungen der menschlichen Existenz wie Liebe und Sexualität, Verzückung und Tod. Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Bücher sind der Koran und die islamische Mystik. Darüber hinaus berichtet Kermani immer wieder als Reporter aus Kriegs- und Krisengebieten und beschäftigt er in seinen öffentlichen Stellungnahmen mit dem Verhältnis zwischen Glauben und Gesellschaft sowie den Beziehungen des Westens zu den Ländern im Nahen Osten.

Navid Kermani lebt seit 1988 in Köln und ist mit Katajun Amirpur verheiratet, die als Professorin für Islamwissenschaft an der Universität Hamburg lehrt. Das Paar hat zwei Töchter.

*

Nach der Veröffentlichung seiner Doktorarbeit unter dem Titel „Gott ist schön“ (1999), die – in mehrere Sprachen übersetzt – als ein Standardwerk der Islamwissenschaft angesehen wird, erscheinen in der Folgezeit eine Sammlung von Reportagen mit dem Titel „Iran. Die Revolution der Kinder“ und der Gesprächsband „Ein Leben mit dem Islam“ (2001) als ein von Navid Kermani erzählte Autobiographie des ägyptischen Koranexperten Nasr Hamid Abu Zaid. Unter dem Eindruck der Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York analysiert Kermani in dem Buch „Dynamit des Geistes – Martyrium, Islam und Nihilismus“ (2002) die Geschichte des Selbstopferungsgedankens und die Genese des islamistischen Terrors.

Die als Soundtrack für ein Leben zwischen Babykoliken und philosophischen Gedankengängen konzipierte Erzählung „Das Buch der von Neil Young Getöten“ (2002), die zu einem großen Publikums- wie Kritikererfolg wird, die feingesponnenen Erzählminiaturen in „Vierzig Leben“ (2004) und der 2005 erscheinende Erzählband „Du sollst“, in dem er anhand der biblischen Gebote Situationen verkümmernder oder brutalisierter Sexualität schildert, sind Bestandteil der ersten zehn Jahre seines belletristischen Werks, das mit dem Kinderbuch „Ayda, Bär und Hase“ (2006) und dem Roman „Kurzmitteilung“ (2007) über einen Eventmanagers, den der Tod einer entfernten Bekannten einige Tage aus der Bahn wirft, seine Fortsetzung findet.

Im gleichen Zeitraum veröffentlicht Kermani beginnend mit „Schöner neuer Orient: Berichte von Städten und Kriegen“ (2003) zahlreiche Essaysammlungen und akademische Werke. „Schöner neuer Orient“ ist eine Sammlung von Reportagen, welche dem Leser die Widersprüche und Ambivalenzen der heutigen islamischen Welt vor Augen führen.Das Zweifeln des Menschen an Gott angesichts von Ungerechtigkeit und Elend auf der Welt ist Thema des folgenden Buches, seiner Habilitationsschrift „Der Schrecken Gottes – Attar, Hiob und die metaphysische Revolte“ (2005), das als eine grundlegende Studie über das Motiv der Auflehnung gegen Gott innerhalb der monotheistischen Religionen gilt: „In einer Zeit politisch motivierter neuer Abgrenzung und Ausgrenzung zwischen islamisch-orientalischer und christlich-westlicher Welt ist Kermanis Unternehmen buchstäblich grenzensprengend. Es ist für religiösen Fanatismus und Totalitarismus auf allen Seiten gefährlicher als die Attacke durch einen religionskritischen Atheisten“ (Frankfurter Rundschau).

Der ebenfalls im Jahr 2005 veröffentlichte Band „Strategie der Eskalation. Der Nahe Osten und die Politik des Westens“ ist eine Zusammenstellung von Kommentaren über die Bekämpfung des Terrors und die vertanen Chancen, dem Extremismus den Boden zu entziehen. 2009 erscheint das Buch „Wer ist wir? Deutschland und seine Muslime“, in dem sich Kermani mit Fragen der Integration auseinandersetzt und für einen differenzierten Blick auf Religionen und ihre Bedeutung im Alltagsleben plädiert.

*

2010 übernimmt Navid Kermani die Poetik-Dozentur an der Frankfurter Goethe-Universität. Seine Vorlesungen werden 2012 unter dem Titel „Über den Zufall. Jean Paul, Hölderlin und der Roman, den ich schreibe“ als eigenständiges Werk veröffentlicht. In dem 2006 begonnenen und mehr als 1200 Seiten umfassenden Roman „Dein Name“ (2011), für den er den Joseph-Breitbach-Preis erhält, entwirft der Erzähler über eine Zeitspanne von fünf Jahren ein Panorama seiner Alltagswelt und der darin sich abzeichnenden Weltenläufe – „ein wahrhaftes Denkmal des menschlichen Geistes“, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt.

Mit den Reportagen, die in „Ausnahmezustand. Reisen in eine beunruhigte Welt“ (2013) versammelt sind, führt Kermani den Leser zu dem Krisengürtel, der sich von Kaschmir über Pakistan, Afghanistan und Iran bis in die Arabische Welt und bis an die Grenzen und Küsten Europas erstreckt. Anhand von differenziert geschilderten Alltagsszenen und zwischenmenschlichen Begegnungen beschreibt er eindrücklich die menschlichen Schicksale, die sich hinter den meist namenlosen Berichten aus den Krisenregionen der Welt verbergen. 2014 reist Kermani für eine Serie von Reportagen, die zunächst im Spiegel und kurz darauf auch als E-Book erscheinen, quer durch den Irak.

In dem Roman „Große Liebe“ (2014), der in den 1980er Jahren angesiedelt ist und auf Platz eins der SWR-Bestenliste gewählt wird, führt Kermani dem Leser das zeitlose Schauspiel der Liebe in ihrer ganzen Majestät und Überschwänglichkeit vor, verknüpft mit den Erzählungen der arabisch-persischen Liebesmystik. Sein jüngstes Buch „Zwischen Koran und Kafka. West-östliche Erkundigungen“ (2014) zeichnet die Begegnungen zwischen westlicher und orientalischer Literatur, Kunst und Religion nach – „die schönste essayistische Prosa, die gerade auf Deutsch zu haben ist“ (WDR).

Im August 2015 wird mit „Ungläubiges Staunen. Über das Christentum“ eine Reflexion von Navid Kermani über die christliche Kunst und Religion aus der persönlichen Sicht des deutschen Schriftstellers muslimischen Glaubens erscheinen.

*

Neben seinen Büchern und Essays bezieht Navid Kermani auch mit vielen seiner Reden und Vorträge immer wieder Stellung zu politischen und gesellschaftlichen Debatten. Insbesondere setzt er sich dabei für die Bewahrung und Weiterentwicklung des europäischen Projektes ein. So erregt seine 1995 gehaltene Festrede zum 50. Jahrestag der Wiedereröffnung des Burg­theaters, in der er die europäische Flüchtlingspolitik anprangert, großes Aufsehen. 2009 wird ihm der Hessische Kulturpreis aufgrund eines Beitrags in der Neuen Zürcher Zeitung über die „Kreuzigung“ von Guido Reni zunächst vom damaligen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch aberkannt. Später entschuldigt sich Koch bei Kermani, der den Preis daraufhin annimmt. Das Preisgeld spendet er der katholischen Gemeinde Köln-Vingst, die in der Kollekte für den Bau der Kölner Moschee gesammelt hat.

In seiner vielzitierten Rede anlässlich der Verkündung des Grundgesetzes vor 65 Jahren, die von der Universität Tübingen zur „Rede des Jahres“ gewählt wird, analysiert Kermani im Mai 2014 im Deutschen Bundestag emphatisch die Sprache des Grundgesetzes und dessen normative Kraft. Dabei führt er den Kniefall Willy Brandts als das symbolische Ereignis der Nachkriegsgeschichte an, mit dem die Bundesrepublik Deutschland ihre heutige Identität und Würde gefunden habe:

„Ich neige vor Bildschirmen nicht zur Sentimentalität, und doch ging es mir wie so vielen, als zu seinem 100. Geburtstag die Aufnahmen eines deutschen Kanzlers wiederholt wurden, der vor dem Ehrenmal im ehemaligen Warschauer Getto zurücktritt, einen Augenblick zögert und dann völlig überraschend auf die Knie fällt – ich kann das bis heute nicht sehen, ohne dass mir Tränen in die Augen schießen.   
Und das Seltsame ist: Es sind neben allem anderen, neben der Rührung, der Erinnerung an die Verbrechen, dem jedes Mal neuen Staunen, es sind auch Tränen des Stolzes, des sehr leisen und doch bestimmten Stolzes auf eine solche Bundesrepublik Deutschland.           
Sie ist das Deutschland, das ich liebe, nicht das großsprecherische, nicht das kraftmeiernde, nicht das Stolz-ein-Deutscher-zu-sein-Deutschland oder das Europa-spricht-endlich-Deutsch-Deutschland, vielmehr eine Nation, die über ihre Geschichte verzweifelt, die bis hin zur Selbstanklage mit sich ringt und hadert, zugleich am eigenen Versagen gereift ist, die nie mehr den Prunk benötigt, ihre Verfassung bescheiden Grundgesetz nennt und dem Fremden lieber eine Spur zu freundlich, zu arglos begegnet, als jemals wieder der Fremdenfeindlichkeit, der Überheblichkeit zu verfallen.“

Im weiteren Verlauf übt Kermani aber auch scharfe Kritik an den „Entstellungen“, die am Grundgesetz vorgenommen worden seien und widmet sich hier vor allem dem Paragraphen 16, dessen „wundervoll bündiger Satz – ‚Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.‘ ‑ zu einer monströsen Verordnung aus 275 Wörtern geriet, die wüst aufeinandergestapelt und fest ineinander verschachtelt wurden, nur um eines zu verbergen: dass Deutschland das Asyl als ein Grundrecht praktisch abgeschafft hat.“

Nach den Anschlägen in Paris bekennt sich Navid Kermani Anfang 2015 als Hauptredner der Kölner Trauerkundgebung zu den in der Zeit der Aufklärung entwickelten Grundwerten: Man brauche nicht weniger, sondern mehr Freiheit, um das Ziel des Terrorismus aber auch der europäischen Rechten, einen Keil in die Gesellschaft zu treiben, zu verhindern. Zugleich fordert er die Muslime auf, den Terrorismus nicht einfach als „unislamisch“ abzutun: „In dem Augenblick, da sich Terroristen auf den Islam berufen, hat der Terror auch etwas mit dem Islam zu tun. Wir müssen die Auseinandersetzung mit der Lehre suchen, die heute weltweit Menschen gegeneinander aufhetzt und Andersgläubige ermordet oder erniedrigt.“

Auszeichnungen

Für sein literarisches und akademisches Werk hat Navid Kermani zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen erhalten.

2015   Friedenspreis des Deutschen Buchhandels
2014   Gerty-Spies-Literaturpreis
2014   Joseph-Breitbach-Preis
2012   Heinrich-von-Kleist-Preis
2012   Kölner Kulturpreis
2012   Cicero-Rednerpreis
2011   Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken
2011   Buber-Rosenzweig-Medaille
2009   Hessischer Kulturpreis
2004   Europa-Preis der Heinz-Schwarzkopf-Stiftung für das wissenschaftliche und publizistische Werk 
2003   Jahrespreis der Helga und Edzard Reuter-Stiftung
2000   Ernst-Bloch-Förder­preis

Laudator Norbert Miller

Norbert Miller, geboren 1937 in München, studierte Literatur- und Musikwissenschaft und Kunstgeschichte. Gemeinsam mit Walter Höllerer rief er 1961 die Zeitschrift „Sprache im technischen Zeitalter“ ins Leben, deren Herausgeber er heute noch ist, und gründete 1963 das Literarische Colloquium Berlin.

Von 1972 bis 2005 war Norbert Miller Professor für Deutsche Philologie, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Technischen Hochschule in Berlin. Er hat unter anderem die Werke von Jean Paul, Daniel Defoe und Henry Fielding herausgegeben und ist zudem Mitherausgeber der Münchner Ausgabe der Werke Goethes.

Für seine zahlreichen Werke, zuletzt „Paradox und Wunderschachtel“ (2012) und „Fonthill Abbey. Die dunkle Welt des William Beckford“ (2012), hat Norbert Miller zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten, unter anderem die Goldene Goethe-Medaille der Goethe-Gesellschaft Weimar, den Deutschen Sprachpreis und das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. 

Bibliographie von Navid Kermani

1. Buchveröffentlichungen

„Ungläubiges Staunen. Über das Christentum“
C.H. Beck Verlag, München 2015, 304S., gebunden, 24,95 €, ISBN13: 978-3-406-68337-4 (erscheint Ende August 2015)

„Große Liebe. Roman“
Carl Hanser Verlag, München 2014 (3., durchgesehene Auflage), 224 S., 18,90 €, ISBN13: 978-3-446-24576-1
Carl Hanser Verlag, München 2014, epub, 14,99 €, ISBN13: 978-3-446-24474-0

„Große Liebe“
Gelesen von Christian Brückner
Parlando Verlag, Berlin 2014, Hörbuch, 4 CDs, 304 Min., 24,99 € (fr. Pr.), ISBN13: 978-3-941004-52-8

„Zwischen Koran und Kafka. West-östliche Erkundungen“
C.H. Beck Verlag, München 2014 (2., durchgesehene Auflage 2015) 365 S., gebunden, 24,95 €, ISBN13: 978-3-406-66662-9
C.H. Beck Verlag, München 2014, epub, 19,99 €, ISBN13: 978-3-406-66663-6

„Album: Das Buch der von Neil Young Getöteten. Vierzig Leben. Du sollst. Kurzmitteilung“
Carl Hanser Verlag, München 2014, 512 S., Paperback, 27,90 €, ISBN13: 978-3-446-24535-8
Carl Hanser Verlag, München 2014, epub, 20,99 €, ISBN13: 978-3-446-24690-4

„Wenn Ihr die schwarzen Flaggen seht - Eine Reise durch den Irak“
mit Fotos von Ali Arkady und Sebastian Meyer
SPIEGEL-Verlag, Hamburg 2014, 63 S., epub, 2,99 €, ISBN13: 978-3-87763-119-5

„Ausnahmezustand. Reisen in eine beunruhigte Welt“
C.H. Beck Verlag, München 2013 (3. Auflage), 252 S., gebunden, 19,95 €, ISBN13: 978-3-406-64664-5
C.H. Beck Verlag, München 2013, epub, 15,99 €, ISBN13: 978-3-406-64665-2
C.H. Beck Verlag, München 2015, 272 S., Paperback, 14,95 €, ISBN13: 978-3-406-68292-6

„Über den Zufall. Jean Paul, Hölderlin und der Roman, den ich schreibe“
Carl Hanser Verlag, München 2012, 223 S., Paperback, 17,90 €, ISBN13: 978-3-446-23993-7
Carl Hanser Verlag, München 2012, epub, 13,99 €, ISBN13: 978-3-446-24109-1

„Vergesst Deutschland! Eine patriotische Rede“
Ullstein Buchverlage, Berlin 2012, 47 S., gebunden, 3,99 €, ISBN13: 978-3-550-08021-0
Ullstein Buchverlage, Berlin 2012, epub, 3,99 €, ISBN13: 978-3-8437-0399-4

„Dein Name. Roman“
Carl Hanser Verlag, München 2011 (3., durchgesehene Auflage), 1232 S., kartoniert, 34,90 €, ISBN13: 978-3-446-23743-8
Carl Hanser Verlag, München 2013, epub, 29,99 €, ISBN13: 978-3-446-24403-0

„Dein Name“
Rowohlt Taschenbuch, Reinbek 2015, 1232 S., Paperback, 16,99 €, ISBN13: 978-3-499-26971-4

„Wer ist Wir? Deutschland und seine Muslime“
C.H. Beck Verlag, München 2009, 170 S., gebunden, 16,90 €, ISBN13: 978-3-406-66459-5
C.H. Beck Verlag, München 2010, epub, 13,99 €, ISBN13: 978-3-406-61540-5
C.H. Beck Verlag, München 2014 (3.Aufl.), 170 S., gebunden, 16,95 €, ISBN13: 978-3-406-66459-5

„Kurzmitteilung“
Ammann Verlag, Zürich 2007, 156 S., gebunden,  ISBN13: 978-3-250-60104-3 (vergriffen)
Carl Hanser Verlag, München 2014, epub, 7,99 €, ISBN13: 978-3-446-24715-4

„Ayda, Bär und Hase“
Mit Illustrationen von Karsten Teich
Picus Verlag, Wien 2006, 155 S., gebunden, 12,90 €, ISBN13: 978-3-85452-886-9

„Der Schrecken Gottes. Attar, Hiob und die metaphysische Revolte“
C.H. Beck Verlag, München 2005, 335 S., gebunden 24,90 €, ISBN: 3-406-53524-0 (vergriffen)

„Der Schrecken Gottes. Attar, Hiob und die metaphysische Revolte“
Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 2008, 335 S., Paperback, 12,90 €, ISBN13: 978-3-423-34487-6 (vergriffen)

„Der Schrecken Gottes. Attar, Hiob und die metaphysische Revolte“
C.H. Beck Verlag, München 2011, 335 S., Paperback, Beck'sche Reihe 6017, 14,95 €, ISBN13: 978-3-406-62397-4
C.H. Beck Verlag, München 2011, epub, Beck'sche Reihe 6017, 11,99 € ISBN13: 978-3-406-62398-1

“Terror of God. Attar, Job and the Metaphysical Revolt”
Übersetzt von Wieland Hoban
John Wiley & Sons, Hoboken (New Jersey) 2011 und Polity Press, Cambridge 2011, 240 S., Paperback, 25,90 €, ISBN13: 978-0-7456-4527-8

„Du sollst“
Ammann Verlag, Zürich 2005, 160 S., Leinen, 17,90 €, ISBN 3-250-60079-2 (vergriffen)

„Du sollst“
Gelesen von Ralph Herforth,
Verlag Hoffmann und Campe, Hamburg 2007, Hörbuch, 2 CDs, 14,95 € (freier Preis), ISBN13: 978-3-455-30505-0

„Du sollst“
Carl Hanser Verlag, München 2014, epub, 7,99 € ISBN13: 978-3-446-24714-7

„Strategie der Eskalation. Der Nahe Osten und die Politik des Westens“
Wallstein Verlag, Göttingen 2005, 96 S., Englisch Broschur, Göttinger Sudelblätter, 12,00 €, ISBN13: 978-3-89244-966-9
Wallstein Verlag, Göttingen 2013, pdf, Göttinger Sudelblätter, 6,99 €, ISBN13: 978-3-8353-0701-8

„Nach Europa : Rede zum 50. Jahrestag der Wiedereröffnung des Wiener Burgtheaters“
von Navid Kermani
Ammann Verlag, Zürich 2005, 47 S., kart., Preis, ISBN 3-250-20006-9 (vergriffen)

„Vierzig Leben“
Ammann Verlag, Zürich 2004, 208 S., Leinen, 19.90 €, ISBN 3-250-60068-7 (vergriffen JA)

„Vierzig Leben“
Carl Hanser Verlag, München 2014, epub, 7,99 €, ISBN13: 978-3-446-24713-0

„Schöner neuer Orient. Berichte von Städten und Kriegen“
C.H. Beck Verlag, München 2003 (3. Auflage), 240 S., gebunden, 19,90 €, ISBN13: 978-3-406-50208-8

„Toleranz. Drei Lesarten zu Lessings "Märchen vom Ring" im Jahre 2003
von Angelika Overath, Navid Kermani und Robert Schindel
Wallstein Verlag, Göttingen 2003, 56S., Englisch Broschur, Göttinger Sudelblätter, 12,00 €, ISBN13: 978-3-89244-688-0

„Das Buch der von Neil Young Getöteten“
Ammann Verlag, Zürich 2002, 176 S., gebunden, 17,90 €, ISBN13: 978-3-250-60039-3 (vergriffen)

„Das Buch der von Neil Young Getöteten“
Kiepenheuer & Witsch, Köln 2004, 175 S., Taschenbuch, KiWi 853, 7,90 €, ISBN: 3-462-03436-7 (vergriffen)

„Das Buch der von Neil Young Getöteten“
Suhrkamp Verlag, Berlin 2013, 144 S., Paperback, suhrkamp taschenbuch 4461, 7,99 €, ISBN13: 978-3-518-46461-8

„Dynamit des Geistes. Martyrium, Islam und Nihilismus“
Wallstein Verlag, Göttingen 2002, 72 S., Göttinger Sudelblätter 42, 14,00 €, ISBN13: 978-3-89244-622-9
Wallstein Verlag, Göttingen 2013, Göttinger Sudelblätter 42, 6,99 €, ISBN13: 978-3-8353-0687-5 (pdf) und ISBN13: 978-3-8353-2511-1 (epub)

„Dinamite dello spirito. Martirio, Islam e nichilismo.“
Übersetzt ins Italienische von M. Tuveri
Aquilegia, Milano 2007, 131 S. 

Annemarie Schimmel
„Auf den Spuren der Muslime: mein Leben zwischen den Kulturen“
Gesprächsband, herausgegeben von Hartmut Bobzin und Navid Kermani
Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 2002, 192 S., kart., Herder-Spektrum Bd. 5272, 9,90 €, ISBN: 3-451-05272-5

„Iran. Die Revolution der Kinder“
C.H. Beck Verlag, München 2001, Gebunden, 264 S., 19,50 €, ISBN 3-406-47399-7 (vergriffen)
C.H. Beck Verlag, München 2002, 262 S., Taschenbuch, 12,90 €, ISBN13  3-406-47625-2 (vergriffen)
C.H. Beck Verlag, München 2005 (4. erweiterte und aktualisierte Auflage), 288 S., Paperback, Beck'sche Reihe 1485, 12,90 €, ISBN13: 978-3-406-47625-9

Nasr Hamid Abu Zaid
„Ein Leben mit dem Islam“
Erzählt von Navid Kermani. Aus dem Arabischen von Cherifa Magdi
Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 2001, 222 S., kart., Herder-Spektrum Bd. 5209, 9,90 €, ISBN: 3-451-05209-1

“Mijn leven met de islam”
Übersetzt ins Niederländische von Vreni Obrecht 191 S.
H.J.W. Becht's Uitgevers-Maatschappij, Haarlem 2002, 191 S.

„islam'la Bir Yaşam“
übersetzt ins Türkische von Celadet Moralıgil
Iletişim yayınları, Istanbul 2004, 216 S.

“Una vita con l'Islam”
übersetzt ins Italienische von M. Celli
Il Mulino, Bologna 2004, 240 S.

„Gott ist schön. Das ästhetische Erleben des Koran“
C.H. Beck Verlag, München 1999, 546 S., Broschiert, 24,90 €, ISBN 3-406-46738-5 (vergriffen)
C.H. Beck Verlag, München 2011 (4. Auflage), 546 S., Paperback, 24,90 €, ISBN13: 978-3-406-46738-7

„Balagha an-Nur Jamaliyat an-nass al-qur'ani“
Übersetzt ins Arabische von Muhammad Ahmad Mansur, Mahmud Muhammad al-Hajaj, Ahmad 'Abd an-Nabi Mu'awad, Muhammad Salim Yusuf und Kamiran Hudj
Verlag Hans Schiler, Berlin 2008, 565 S.

“God is Beautiful. The Aesthetic Experience of the Quran”
Übersetzt ins Englische von Tony Crawford
John Wiley & Sons, Hoboken (New Jersey) 2014, 400 S., gebunden, 46,90 €, ISBN13: 978-0-7456-5167-5

„Offenbarung als Kommunikation. Das Konzept waḥy in Naṣr Ḥāmid Abū Zayds Mafhūm an-naṣṣ“
Peter Lang – Internationaler Verlag der Wissenschaft, Frankfurt am Main et al. 1996, 138 S., Broschur, Reihe: Europäische Hochschulschriften / European University Studies / Publications Universitaires Européennes - Band 58, 35,70 €, ISBN13 978-3-631-30241-5 (vergriffen) 

2. Weitere Veröffentlichungen (Auswahl)

„Dein Name. Dankrede zum Joseph-Breitbach-Preis“
in: Merkur – Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken, Heft 789, Februar 2015, S. 5-19.

Titus Burckhardt
„Fes. Stadt des Islam“
mit einem Vorwort von Navid Kermani
C.H. Beck Verlag, München 2015, ca. 224S., erscheint im September 2015

„Eigentlich Heimat. Nordrhein-Westfalen literarisch“
Herausgegeben von Bettina Fischer und Dagmar Fretter, mit Beiträgen von Jörg Albrecht, Markus Berges, Navid Kermani u.a.
Lilienfeld-Verlag, Düsseldorf 2014, 228 S., Schriftenreihe der Kunststiftung NRW, Bd. 3

„Das Böse. Drei Annäherungen“
von Ingolf U. Dalferth, Karl Kardinal Lehmann und Navid Kermani, mit einem Vorwort von Eike Bohlken,
Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 2011, 118 S.

„Manifest der Vielen : Deutschland erfindet sich neu“
Herausgegeben von Hilal Sezgin, mit Navid Kermani, Ilja Trojanow, Feridun Zaimoglu, Hatice Akyün und Pegah Ferydoni
Blumenbar-Verlag, Berlin 2011, 229 S.

„Karl Schlamminger – Wischblätter“
[Ausstellung von Karl Schlamminger, November 2010 bis Januar 2011, Freudenhaus Eyewear Store]
mit Texten von Michael Krüger, Tilmann Spengler und Navid Kermani
Hirmer Verlag, München 2010, 174 S.

„Rom. Ewige Stadt, Sehnsucht im Klischee?“
von Martin Mosebach mit Beiträgen von Feridun Zaimoglu, Ursula Keller, Pier Paolo Pasolini, Navid Kermani u.a.
Corso Verlag, Wiesbaden 2010, 164 S.

„1989 - Globale Geschichten“
Herausgegeben von Susanne Stemmler, Valerie Smith und Bernd M. Scherer in Zusammenarbeit mit Nevim Çil, Manthia Diawara, Silvia Fehrmann, Navid Kermani und Yang Lian und Navid Kermani
Wallstein Verlag, Göttingen 2009, 302 S.

„Korrektur der Bilder. Lokale Herausforderungen von Migration im internationalen Kontext“
Herausgegeben von Robert Reithofer, mit Beiträgen von Navid Kermani et al.,
CLIO Verein für Geschichts- und Bildungsarbeit, Graz 2009, 122 S.

„Sprache als Wunder: der Koran als Grundtext der arabischen Kultur“
von Navid Kermani
Vontobel-Stiftung, Zürich 2009, 70 S.

„Über den Roman. Notizen nach der Lektüre des Quintus Fixlein“
in: Bella triste. Zeitschrift für junge Literatur 23 (2009), S. 110-118.

„’Und tötet sie, wo immer ihr sie findet.’ Zur Mißachtung des textuellen und historischen Kontextes bei der Verwendung von Koranzitaten“
in: Thorsten Gerald Schneiders (Hg.), „Islamfeimdlichkeit. Wenn die Grenzen der Kritik verschwimmen“, Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2009, S. 201-207.

„Zur Zukunft der Islamwissenschaft“
in: Abbas Poya, Maurus Reinkowski (Hg.), „Das Unbehagen in der Islamwissenschaft. Ein klassisches Fach im Schweinwerferlicht der Politik und der Medien“, transcript, Bielefeld 2008, S. 301-307.

„Aufgehobene Grenzen“
von Navid Kermani und Stefan Welzk
ZEIT-Verlag, Hamburg 2007, 161 S.

„Ultima ratio regis: Rede zur Verleihung des Georg-Büchner-Preises
Martin Mosebach, mit der Laudatio von Navid Kermani
Carl Hanser Verlag, München 2007, 53 S., kart., 5,00 €, ISBN13: 978-3-446-23038-5

„Zwischen Berlin und Beirut. West-östliche Geschichten“
Herausgegeben von Joachim Sartorius mit einem Vorwort von Navid Kermani
C.H. Beck Verlag, München 2007, 288 S.

„Das Feld des Widerstands. Das Hiob-Motiv im 'Buch des Leidens' von Faridoddin ´Attâr"
in: Andreas Pflitch & Barbara Winckler (eds.), “Poetry`s Voice - Society`s Norms. Forms of Interaction between Middle East Writers and their Societies”, Reichert, Wiesbaden 2006, S. 31-48.

„Glaubenssache. Ein Buch zum Glaubensalltag der Gegenwart“
Herausgegeben von Stapferhaus Lenzburg, mit Beiträgen von Navid Kermani, Klara Obermüller, Hubert Knoblauch und Jörg Stolz
hier + jetzt – Verlag für Kultur und Geschichte, Baden-Dättwil (Schweiz) 2006, 168 S.

Mehdi Bazargan
„Und Jesus ist sein Prophet. Der Koran und die Christen“
Aus dem Persischen von Markus Gerhold, herausgegeben und mit einer Einleitung von Navid Kermani
C.H. Beck Verlag, München 2006, 108 S.

„Moderne und Islam“
in: Dieter Grimm (Hg.), „25 Jahre Wissenschaftskolleg zu Berlin 1981-2006“, Akademie Verlag, Berlin 2006, S. 229-242.

„Poetry and Language“
in: Andrew Rippin (Ed.), “The Blackwell Companion to the Qur`ân”, Blackwell, Malden, MA & Oxford 2006, S. 107-119.

„Recitation and Aesthetic Reception of the Qur’ân“
(mit William A. Graham), in: Jane McAuliffe (ed.), “The Cambridge Companion to the Qur`ân”, Cambridge University Press, Cambridge 2006, S. 115-141.

„From revelation to interpretation: Nasr Hamid Abu Zayd and the literary study of the Qur`an“
in: Suha Taji Farouki (Hg.), “Muslim Intellectuals and the Qur`an”, Oxford University Press, Oxford & New York 2004, S. 169-192.

„Isfahan – die halbe Welt“
in: Sabine Hering (Hg.), „Toleranz – Weisheit, Liebe oder Kompromiss? Multikulturelle Diskurse und Orte”, Leske + Buderich Verlag, Opladen 2004, S. 49-58.

„Das heilige Phantasma“
in: Michael Thumann (Hg.), „Der Islam und der Westen“, BvT, Berlin 2003, S. 23-33.

„Terrorismus. Alltag wie nie zuvor“
mit Beiträgen von Erhard Eppler, Jeffrey Goldberg, Navid Kermani u.a.
Du Kulturmedien, Zürich 2003, 88 S.

„Territorium und Terror. Israel und Palästina - im Teufelskreis der guten Argumente“
Briefe von Natan Sznaider und Navid Kermani
Lettre International, Berlin 2002, LI 057, Sommer 2002

„Märtyrertum als Topos politischer Selbstdarstellung in Iran“
in: Hans-Georg Soeffner & Dirk Tänzler (Hg.), „Figurative Politik. Zur Performanz der Macht in der modernen Gesellschaft“ (Band 4 der Reihe Soziologie der Politik), Leske + Budrich Verlag, Opladen 2002, S. 89-100.

„Intellect“
in: Jane Dammen McAuliffe (Ed.), “Encyclopaedia of the Qur’ân”, vol. II, Brill, Leiden and Boston 2002, 547-549.

„Sâdeq Hedâyat“
in: Heinz Ludwig Arnold (Hg.), „Kritisches Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur“ 57 (3/02), München 2002.

„Islam für Europa“
Briefe und Kommentare von Navid Kermani
Lettre International, Berlin 2001, LI 053, Sommer 2001

„Islam in Europa – neue Konstellationen, alte Wahrnehmungen“
in: Thomas Hartmann & Margret Krannich (Hg.), „Muslime im säkularen Rechtsstaat“, Das Arabische Buch, Berlin 2001, S. 11-19.

Huschang Golschiri
„Prinz Ehtedschab. Roman“
übersetzt von Anneliese Ghahraman-Beck, mit einem Vorwort von Navid Kermani
C.H. Beck Verlag, München 2001, 279 S.

„The Aesthetic Reception of the Qur’an as Reflected in Early Muslim History“
in: Issa J. Boullata (Ed.), “Literary Structures of Religious Meaning in the Qur’an”, Curzon, Richmond (Surrey) 2000, S. 255-276.

„The Fear of the Guardians. 24 Army Officers Write a Letter to President Khatami“
in: Werner Ende & Rainer Brunner (Eds.), “The Twelver Shia in Modern Times”, Brill, Leiden et. al. 2000, S. 354-364.

„Katharsis und Verfremdung im schiitischen Passionsspiel“
in: Die Welt des Islams 39 (1999), S. 31-63.

„Der Auftrag des Dichters. Sadeq Hedayat über Kafka und über sich selbst“
in: Stephan Guth, Priska Furrer, and Johann Christoph Bürgel (Eds.), „Conscious Voices. Concepts of Writing in the Middle East. Proceedings of the Berne Symposium July 1997”, Franz Steiner Verlag, Beirut/Stuttgart 1999, S. 121-142.

„Blut und Tränen. Ta'zije, das schiitische Passionsspiel“
Literarische Reportage von Navid Kermani
Lettre International, Berlin 1998, LI 040, Frühjahr 1998

„Appelliert Gott an den Verstand? Eine Randbemerkung zum koranischen Begriff ´aql und seiner Paret’schen Übersetzung“
in: Lutz Edzard & Christian Szyska (Eds.),Encounters of Words and Texts: Intercultural Studies in Honor of Stefan Wild“, Georg Olms Verlag, Hildesheim et. al. 1997, S. 43-66.

„Iran. Drei Wege nach Isfahan. du - Zeitschrift für Kultur 3/96“
mit Beiträgen von Navid Kermani, Jose L. Borges, H. E. Chehabi und Robert Payne
Du Kulturmedien, Zürich 1996, 100 S.

Revelation in its aesthetic dimension. Some notes about apostles and artists in Islamic and Christian culture
in: Stefan Wild (Ed.), “The Qur’an as Text”, Leiden et. al. 1996 (Brill), S. 213-224.

„Nachrichten aus Isfahan“
Briefe und Kommentare von Navid Kermani
Lettre International, Berlin 1995, LI 028, Frühjahr 1995

Die Affäre Abû Zayd. Eine Kritik am religiösen Diskurs und ihre Folgen
in: Orient 35 (1994), S. 25-49.

Sowie zahlreiche Rezensionen, Einleitungen, Nachworte, Nachdrucke von Zeitungsbeiträgen in Sammelbänden sowie Texte für Anthologien.

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