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Saul Friedländer

2007 wird der israelische Historiker und Autor Saul Friedländer (geb. 1932) mit dem Friedenspreis ausgezeichnet. Die Verleihung fand am Sonntag, den 14. Oktober 2007, in der Paulskirche zu Frankfurt am Main statt. Die Laudatio hält Wolfgang Frühwald.


Saul Friedländer
© Isolde Ohlbaum

Begründung der Jury

Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verleiht der Börsenverein im Jahr 2007 an Saul Friedländer und ehrt damit den epischen Erzähler der Geschichte der Shoah, der Verfolgung und der Vernichtung der Juden in der Zeit nationalsozialistischer Herrschaft in Europa.

Saul Friedländer ist einer der letzten miterlebenden und mitlebenden Historiographen des früh angekündigten, offen geplanten und mit maschineller Präzision ins Werk gesetzten Völkermordes. Er entzieht sich der in der Beschreibung von Geschichte angelegten Distanzierung und gibt jener Fassungslosigkeit Raum, welche die einzig mögliche Reaktion auf ein noch immer unfassbares Verbrechen ist. So beschreibt er nicht nur die Entstehung, die Vorbereitung und den Vollzug des Massenmordes von Nachbarn an ihren Nachbarn, sondern dokumentarisch genau, stilsicher und mitleidend die klassische Triade der Gewalt: die Täter und ihre Obsessionen, die Opfer und ihre Verzweiflung, die schweigende Menge der Zuschauer mit ihrer Lust und ihrem Schrecken – und wenige, zu wenige Retter.

Saul Friedländer hat den zu Asche verbrannten Menschen Klage und Schrei gestattet, Gedächtnis und Namen geschenkt. Er hat den Ermordeten die ihnen geraubte Würde zurückgegeben, deren Anerkennung die Grundlage des Friedens unter den Menschen ist.

 

Chronik des Jahres 2007

Die politische Situation im Irak beruhigt sich auch im Jahr 2007 nicht. Attentate fordern einen hohen Blutzoll. + + + Im März bestätigt das palästinensische Parlament die neue Koalitionsregierung aus Hamas und Fatah. Israel lehnt die Zusammenarbeit mit der neuen Regierung ab, da diese den bewaffneten Kampf für die Rechte der Palästinenser nicht aufgeben will. Nachdem im Juni die Koalition zerbricht, erobern bewaffnete Kräfte der radikal-islamischen Hamas den gesamten Gaza-Streifen. Innerhalb von wenigen Tagen sterben bei den Kämpfen mehr als 100 Menschen. + + + Die zu lebenslanger Haft verurteilte RAF-Terroristin Brigitte Mohnhaupt wird am 25. März nach 24 Jahren Haft auf Bewährung entlassen. Laut Anklage war sie maßgeblich an der Entführung und Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer beteiligt. Bundespräsident Köhler lehnt im Mai hingegen das Gnadengesuch des ehemaligen RAF-Terroristen Christian Klar ab, der 1985 wegen der Beteiligung an neun Morden zu lebenslanger Haft verurteilt worden war. + + + Im Juli stürmen nach einwöchiger Belagerung pakistanische Soldaten die Rote Moschee in Islamabad, in der sich radikal-islamische Koranschüler verschanzt hatten. Mindestens 102 Menschen werden dabei getötet. + + + Im November setzt Pakistans Präsident Musharraf die Verfassung außer Kraft und erklärt den Ausnahmezustand. Hunderte Oppositionelle werden festgenommen und die Medien zensiert. Aufgrund des internationalen Drucks gibt er Ende November sein Amt als Chef der Armee ab und verspricht Wahlen. Ende Dezember wird die pakistanische Oppositionsführerin und ehemalige Ministerpräsidentin Benazir Bhutto bei einer Wahlkampfveranstaltung tödlich verletzt.

 

Biographie von Saul Friedländer

Saul Friedländer (Foto: Isolde Ohlbaum) wird am 11. Oktober 1932 als Pavel Friedländer in Prag als Sohn eines Beamten einer deutschen Versicherungsgesellschaft geboren. Aufgrund ihrer jüdischen Wurzeln emigriert die Familie 1939 nach der Besetzung Prags durch die Deutschen nach Frankreich. Ohne Aussicht auf eine erneute Fluchtmöglichkeit nach dem Einmarsch der Deutschen in Frankreich, geben die Eltern Saul Friedländer in die Obhut eines katholischen Internats. Während ihr Sohn als Internatsschüler und getaufter Katholik unter dem Namen Paul-Henri Ferland überlebt, werden die Eltern wohl 1942 im Konzentrationslager Auschwitz ermordet. Nach dem Krieg wendet sich Friedländer unter dem Eindruck des Holocaust dem Judentum zu und wandert 1948 in den neu gegründeten Staat Israel aus.

Nach dem Studium an der School of Law and Economics in Tel Aviv erwirbt Friedländer 1955 am Pariser Institut d’Etudes Politique das Diplom der Politikwissenschaften. 1963 promoviert er in Genf mit der Arbeit »Le facteur américain dans la politique étrangère et militaire de l’Allemagne, 1939-1941« und beginnt am Genfer Institut für Internationale Studien seine akademische Laufbahn. Hier lehrt er von 1967-1987 als ordentlicher Professor und nimmt zudem ab 1976 den Ruf als Ordinarius für moderne europäische Geschichte an der Tel Aviv University und ab 1987 einen Lehrstuhl für Geschichte der University of California in Los Angeles an.

Das Hauptinteresse seiner wissenschaftlichen Arbeit gilt dem Nationalsozialismus und dem Zweiten Weltkrieg, wobei sein methodischer Ansatz von der strikt sachlichen Geschichtswissenschaft abweicht und somit die Kriterien persönliche Verantwortung und moralische Sensibilität in die Historiographie einbringt. Aufmerksamkeit gewinnt er 1964 mit der Studie »Pius XII. und das Dritte Reich« (dt. 1965), die in einer differenzierten Quellenanalyse die Zurückhaltung des Papstes angesichts der Shoah untersucht. In der 1967 erschienenen Studie »Kurt Gerstein oder die Zwiespältigkeit des Guten« (dt. 1968) beleuchtet Friedländer das Leben eines tief religiösen Christen, der als überzeugter Regimegegner der SS beitritt und zum Zeugen des Holocaust wird. In »Wenn die Erinnerung kommt« (1978, dt. 1979) berichtet Friedländer in einer Verschränkung von Rückblenden und Gegenwart über seine eigene Kindheit und, in Tagebuchaufzeichnungen aus dem Jahr 1977, über sein augenblickliches Leben mit beeindruckender Intensität und Würde. Diesem Buch folgen mit »Kitsch und Tod. Der Widerschein des Nazismus« (1981, dt. 1984) Reflexionen über den Umgang mit dem Grauen der Nazizeit, in denen Friedländer die Instrumentalisierung menschlicher Leiden für die Zwecke der Medien und des Kommerzes kritisiert. In den 1990er Jahren gehört Friedländer einer Anzahl von Kommissionen an, die unterschiedliche Verstrickungen in die nationalsozialistische Diktatur untersuchen. So leitet er von 1998-2002 eine unabhängige historische Kommission zur Untersuchung der Geschichte des Verlagshauses Bertelsmann im Dritten Reich.

Als das Opus Magnum Saul Friedländers gilt die Synthese seiner wissenschaftlichen Arbeit, die in dem zweibändigen Werk »Das Dritte Reich und die Juden« veröffentlicht ist. In dem ersten Band »Die Jahre der Verfolgung 1933-1939« (1997, dt. 1998), in dem er zahlreiche Einzelstudien sowie relevante Dokumente in den großen Zusammenhang einordnet, arbeitet er mit Perspektivenwechseln zwischen Opfern und Tätern, zwischen Analyse soziopolitischer Strukturen und persönlichen Schicksalen unter der zugrunde liegenden Fragestellung, wie in einem hoch entwickelten Volk eines der größten Verbrechen der Weltgeschichte geschehen konnte. Mit dem Begriff des »Erlösungsantisemitismus« gelingt ihm zudem die Etablierung einer These über den pseudoreligiösen Grundaspekt des Judenhasses unter den Nationalsozialisten. Mit dem zweiten Band »Die Jahre der Vernichtung 1939-1945« (dt.2006, engl. 2007) bewahrt Friedländer mithilfe von Tagebuchaufzeichnungen, Briefen und Erinnerungen sowie dem Anspruch, dass eine Gesamtgeschichte des Holocaust alle Ebenen in den Blick nehmen und integrieren muss, seine Darstellung der Vernichtung der Juden vor der Gefahr der »domestizierenden« Erinnerung.

Für seine wissenschaftliche und literarische Tätigkeit nimmt Saul Friedländer zahlreiche Ehrungen entgegen. Hierzu gehören unter anderem der Preis der Leipziger Buchmesse (2007), Geschwister-Scholl-Preis (1998), Yad Vashem Jacob Buchmann Award (1997), National Jewish Book Award (1997) und 1983 der Israel Prize.

Saul Friedländer hat drei Kinder und vier Enkelkinder. Nach Beendigung seiner Professur in Tel Aviv lebt er wieder vorrangig in Los Angeles.

 

Aus der Friedenspreisrede

»Sechzig Jahre sind vergangen, seit diese und zahllose ähnliche Stimmen zu vernehmen waren. Und doch berühren sie uns, mag auch lange Zeit verstrichen sein, mit einer ungewöhnlichen Stärke und Unmittelbarkeit, die weit über die Grenzen der jüdischen Gemeinschaft hinaus fortwirkt und die große Teile und mehrere Generationen der abendländischen Gesellschaft bewegt hat.
Wenn wir diesen Schreien lauschen, dann haben wir es nicht mit einem ritualisierten Gedenken zu tun, und wir werden auch nicht durch kommerzielle Darstellungen des Geschehens manipuliert. Vielmehr erschüttern uns diese individuellen Stimmen infolge der Arglosigkeit der Opfer, die nichts von ihrem Schicksal ahnten, während viele rings um sie das Ergebnis kannten und manchmal an seiner Herbeiführung beteiligt waren.

Vor allem jedoch bewegen uns die Stimmen der Menschen, denen die Vernichtung bevorstand, bis auf den heutigen Tag gerade wegen ihrer völligen Hilflosigkeit, ihrer Unschuld und der Einsamkeit ihrer Verzweiflung.

Die Stimmen der Menschen bewegen uns unabhängig von aller rationalen Argumentation, da sie den Glauben an die Existenz einer menschlichen Solidarität stets von Neuem einer Zerreißprobe aussetzen und infrage stellen.«

 

Laudator Wolfgang Frühwald

Wolfgang Frühwald, geboren am 2. August 1935 in Augsburg, promoviert 1961 und habilitiert sich 1969 für Neuere Deutsche Literaturgeschichte an der Universität München. Seine erste Professur erhält er 1970 an der Universität Trier und wechselt drei Jahre später bis zu seiner Emeritierung im Jahre 2003 auf den Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literaturgeschichte nach München. International erwirbt sich der Germanist einen Namen vor allem durch seine Forschungen zu Adalbert Stifter und Clemens Brentano. In seiner Veröffentlichung „Das Talent, Deutsch zu schreiben“ (2005) untersucht Frühwald in Essays über Goethe, Schiller und Thomas Mann Phänomene deutscher Sprachkultur aus zwei Jahrhunderten. 2007 erscheinen „Goethes Hochzeit“ über die Hintergründe der späten Heirat Goethes und „Wieviel Wissen brauchen wir?“, eine Analyse der Beziehungen zwischen Bildung, Wissen, Politik und Geld.

Mit seiner Wahl zum Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Jahre 1992 engagiert sich Wolfgang Frühwald bis zu seinem Ausscheiden 1998 nicht nur für eine Stärkung der DFG, sondern zudem für mehr Transparenz in der Forschung, für eine größere Öffentlichkeit der Geisteswissenschaften und vor allem für eine Zusammenführung intellektueller und ästhetischer Kultur. 1999 übernimmt er als erster Geisteswissenschaftler das Amt des Präsidenten der Alexander von Humboldt-Stiftung.

Für sein Engagement und seine wissenschaftlichen Leistungen wird Wolfgang Frühwald mit zahlreichen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet, unter anderem 2002 mit dem Alfred-Krupp-Wissenschaftspreis und 2006 mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland. Frühwald ist verheiratet. Er lebt in Augsburg und hat fünf Kinder.

 

Bibliographie von Saul Friedländer

Monographien

»Auftakt zum Untergang. Hitler und die Vereinigten Staaten von Amerika, 1939 - 1941«
Aus dem Englischen von Harry Maór, W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart/Berlin/Köln/Mainz 1965;
französische Originalausgabe »Hitler et les États-Unis (1939-1941)«, Librairie Droz, Genève 1963, Études d'histoire économique, politique et sociale 46;
englischsprachige Ausgabe »Prelude to Downfall: Hitler and the United States 1939-1941«, translated by Aline B. and Alexander Werth, Chatto & Windus, London 1967; A. Knopf, New York 1967.

»Pius XII. und das Dritte Reich. Eine Dokumentation«
Von Saul Friedländer, Rainer Specht und Eberhard Jäckel, mit einem Nachwort von Alfred Grosser, Rowohlt Verlag, Hamburg 1965, Rowohlt Paperback Band 43;
französische Originalausgabe »Pie XII et le IIIe Reich«, avec une postface de Alfred Grosser, Éditions du Seuil, Paris 1964;
englischsprachige Ausgabe »Pius XII and the Third Reich : A Documentation«, translated from the French and German by Charles Fullman, A. Knopf, New York 1966.

»Kurt Gerstein oder Die Zwiespältigkeit des Guten«
Aus dem Französischen von Jutta und Theodor Knust, Bertelsmann-Sachbuchverlag, Gütersloh 1968; Verlag C.H. Beck, München 2007 (Neuausgabe);
französische Originalausgabe »Kurt Gerstein ou l'ambiguïté du bien«, avec une postface par Léon Poliakov, Casterman, Paris 1967;
englische Ausgabe »Kurt Gerstein, the Ambiguity of Good«, A. Knopf, New York 1969.

»Reflexions sur l’avenir d’Israël«
Éditions du Seuil, Paris 1969.

»L'Antisémitisme nazi. Histoire d'une psychose collective«
Éditions du Seuil, Paris 1971.

»Histoire et psychoanalyse. Essai sur les possibilitiés et les limites de la psychohistoire«
Éditions du Seuil, Paris 1975;
englischsprachige Ausgabe »History and Psychoanalysis: an Inquiry into the Possibilities and Limits of Psychohistory«, Holmes & Meier Publishers, New York 1978.

»Some Aspects of the Historical Significance of the Holocaust«
Institute of Contemporary Jewry, Hebrew University of Jerusalem, Jerusalem 1977.

»Wenn die Erinnerung kommt«
Aus dem Französischen von Helgard Oestreich, Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1979; S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1991; Verlag C.H. Beck, München 1997 (3. Auflage 2007), Beck’sche Reihe 1253;
französische Originalausgabe »Quand vient le souvenir«, Éditions du Seuil, Paris 1978;
englischsprachige Ausgabe »When Memory Comes«, Farrar, Straus, Giroux, New York 1979.

»Kitsch und Tod. Der Widerschein des Nazismus«
Aus dem Französischen von Michael Grendacher und Günter Seib, Carl Hanser Verlag, München Wien 1984; Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1986, dtv 10621; S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1999, Fischer tb 11366;
französische Originalausgabe »Reflets du nazisme«, Éditions du Seuil, Paris 1982;
englischsprachige Ausgabe »Reflections of Nazism: an Essay on Kitsch and Death«, translated by Thomas Weyr, Harper & Row, New York 1984.

»Memory, History, and the Extermination of the Jews of Europe«
Indiana University Press, Bloomington 1993.

»Das Dritte Reich und die Juden. Die Jahre der Verfolgung 1933-1939«
Aus dem Englischen von Martin Pfeiffer, Verlag C.H. Beck, München 1998 (3. Auflage 2007); Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2000, dtv Kultur & Geschichte 30765;
englischsprachige Originalausgabe »Nazi Germany and the Jews. The Years of Persecution, 1933-1939«, HarperCollins Publishers, New York 1997;
französische Ausgabe »L’allemagne nazie et les juifs. Les annees de persecution (1933-1939)«, trad. de l’angleterre par Marie-France de Paloméra, Le Seuil, Paris 1997.

»Das Dritte Reich und die Juden. Die Jahre der Vernichtung 1939-1945«
Aus dem Englischen von Martin Pfeiffer, Verlag C.H. Beck, München 2006;
englischsprachige Ausgabe »The Years of Extermination: Nazi Germany and the Jews, 1939-1945«, HarperCollins Publishers, New York 2007.

»Das Dritte Reich und die Juden. Einbändige Sonderausgabe«
Aus dem Englischen von Martin Pfeiffer, Verlag C.H. Beck, München 2007.

»Den Holocaust beschreiben. Auf dem Weg zu einer integralen Geschichte«
Wallstein-Verlag, Göttingen 2007, Jena Center Geschichte 20. Jahrhundert Band 2.

»Nachdenken über den Holocaust«
Verlag C.H. Beck, München 2007.

Herausgeber und Mitautor (Auswahl)

»Schupo und Kriegsverbrecher von Stanislau vor dem Wiener Volksgericht. Dokumentensammlung«
Hrsg. vom Historischen Institut für Erforschung der Nazikriegsverbrechen, mit Hilfe der Exekutive des jüdischen Weltkongresses in Israel, Haifa 1957.

»Arabes & Israéliens. Un premier dialogue«
Par Saul Friedländer, Mahmoud Hussein et Jean Lacouture, Éditions du Seuil, Paris 1974;
englischsprachige Ausgabe »Arabs & Israelis. A Dialogue Moderated by Jean Lacouture«, co-written with Mahmoud Hussein, moderated by Jean Lacouture, translated by Paul Auster and Lydia Davis, Holmes & Meier Publishers, New York/London 1975, Leo Baeck Memorial Lecture 31.

»L’historien et les relations internationales: recueil d’études en hommage à Jacques Freymond«
Textes réunis par Saul Friedländer, Harish Kapur et André Reszler, Institut universitaire des hautes études internationales, Genève 1981.

»Le mythe dans la société contemporaire«
Textes réunis par Saul Friedländer et André Reszler, Centre Européen de la Culture, Genève 1984.

»Visions of Apocalypse. End or Rebirth?«
Edited by Saul Friedländer, Gerald Holton, Leo Marx and Eugene Skolnikoff, Holmes & Meier Publishers, New York 1985.

»La politique étrangère du Général de Gaulle«
Textes réunis par Élie Barnavi et Saul Friedländer, P.U.F., Paris 1985, Publications de l’Institut universitaire de hautes études internationales, Genève.

»History and Memory«
Herausgegeben von Saul Friedländer und Dan Diner, Athenäum Verlag, Frankfurt am Main 1989, Studies in Representation of the Past, Vol.1 No.1 Spring/Summer 1989.

»Probing the Limits of Representation: Nazism and the ‚Final Solution’«
Edited by Saul Friedländer, Harvard University Press, Cambridge (Mass.) 1992.

»Gebt der Erinnerung Namen. Zwei Reden«
Von Saul Friedländer und Jan Philipp Reemtsma, mit Beträgen von Christian Ude, Andreas Heldrich und Christoph Wild, Verlag C.H. Beck, München 1999, Beck’sche Reihe 1308.

»Les Juifs et le XXe siècle. Dictionnaire critique«
Par Elie Barnavi et Saul Friedländer, avec la collaboration de Israël Bartal, Calmann-Lévy, Paris 2000.

»Richard Wagner im Dritten Reich. Ein Schloss Elmau-Symposium«
Herausgegeben von Saul Friedländer und Jörn Rüsen, C.H. Beck Verlag, München 2000, Beck’sche Reihe 1356.

»Mass Murder and German Society in the Third Reich«
By Saul Friedländer, with two articles by Hugo Valentin, edited by Harald Runblom, The Uppsala University, Uppsala 2002.

»Bertelsmann 1921 – 1951. Gesamtverzeichnis«
Von Saul Friedländer, Norbert Frei und Trutz Rendtorff, bearbeitet von Dina Brandt und Olaf Simons, Bertelsmann, München 2002.

»Bertelsmann im Dritten Reich«
Von Saul Friedländer, Norbert Frei, Trutz Rendtorff und Reinhard Wittmann (Unabhängige Historische Kommission), C. Bertelsmann Verlag, München 2002.

»Switzerland, National Socialism, and the Second World War: Final Report«
Par W³adis³aw Bartoszewski, Jean-François Bergier, Harold James, Georg Kreis, Jacques Picard et Saul Friedländer, Zürich 2002.

»Saul Friedländer. Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2007«
Mit Beiträgen von Gottfried Honnefelder, Petra Roth, Wolfgang Frühwald und Saul Friedländer, herausgegeben vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels; MVB, Frankfurt am Main 2007.

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