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Janne Teller in Stiftungsrat berufen

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels beruft die Schriftstellerin Janne Teller in den Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. Sie folgt auf den Präsidenten des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, der sechs Jahre Mitglied im Stiftungsrat gewesen ist.


Janne Teller
© Anita Schiffer-Fuchs

Janne Teller, geboren 1964 in Kopenhagen, arbeitete von 1988 an für die EU und die UNO als Konfliktberaterin z.B.  in Tansania und Mosambik, bevor sie sich 1995 ganz ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin widmete. In ihrem Werk, das neben Romanen für Erwachsene auch politische Essays, Kurzgeschichten und Jugendbücher umfasst, beschäftigt sie sich vor allem mit essentiellen Fragen des Lebens. Ihre Bücher, unter anderem „Komm“ (2012), „Europa – Alles, was dir fehlt“ (2011), und „Krieg – Stell dir vor, er wäre hier“ (2011), sind in mehr als 25 Sprachen erschienen.

Für ihr literarisches Schaffen wurde Janne Teller vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Michael L. Printz Award (2011, USA), Le Prix Libbylit (2008, Frankreich) und dem dänischen Jugendbuchpreis (2001). Sie engagiert sich im PEN und in der von Boualem Sansal und David Grossman gegründeten Vereinigung „Schriftsteller für den Frieden“. Ende 2013 initiierte sie gemeinsam mit Ilija Trojanow und Juli Zeh einen Aufruf zur Verteidigung der Demokratie im digitalen Zeitalter, der von mehr als 500 Schriftstellern weltweit unterzeichnet wurde.

Der Stiftungsrat hat die Aufgabe, jährlich den Träger des Friedenspreises zu ermitteln, der im Oktober in der Frankfurter Paulskirche geehrt wird. Der unabhängigen Jury gehören zudem an: Stephan Detjen (Chefkorrespondent Deutschlandfunk Berlin/Brüssel), Prof. Ulrich Khuon (Berlin, Intendant Deutsches Theater), Felicitas von Lovenberg (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Prof. Dr. Peter von Matt (Dübendorf/Schweiz, Germanist), Prof. Dr. Karl Schlögel (Berlin, Historiker), Matthias Ulmer (Stuttgart, Vorsitzender des Verleger-Ausschusses im Börsenverein), Thomas Wrensch (Braunschweig, Vorsitzender des Sortimenter-Ausschusses im Börsenverein) sowie Heinrich Riethmüller (Tübingen), der als Vorsteher des Börsenvereins zugleich der Vorsitzende des Stiftungsrates des Friedenspreises ist.

Im Frühjahr beginnt der Stiftungsrat mit seinen Beratungen zur Wahl des Friedenspreisträgers 2014. Auch die Öffentlichkeit ist in die Kandidatensuche eingebunden: Noch bis zum 1. März 2014 kann jeder Mensch Vorschläge für den diesjährigen Friedenspreisträger einreichen.